Windows-Umstellung erfolgreicher als 2015

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Bis Ende des Jahres müssen noch 79 Prozent der Verwaltungsrechner migriert werden. Eine fristgerechte Umsetzung ist für viele Politiker fraglich. (Foto: Pexels, pixabay.com)

Der Microsoft-Support für Windows 7 endet Anfang nächsten Jahres. Circa 21 Prozent der insgesamt rund 78.000 Berliner Verwaltungsrechner sind bereits umgestellt.

In ungefähr vier Monaten läuft der Support und somit die Umstellungsfrist ab. Zieht man den selbst auferlegten Termin von der zuständigen Staatssekretärin für die Informations- und Kommunikationstechnik, Sabine Smentek (SPD), heran (30. November 2019), verbleiben nur noch etwa zweieinhalb Monate. Bis dahin müssen die restlichen 60.000 Rechner umgestellt worden sein. Erfolgt der Wechsel nicht rechtzeitig, müssen Rechner vom Internet getrennt oder eine Supportverlängerung in Auftrag gegeben werden. Die Hoffnung, die Migration rechtzeitig zu schaffen, hat Smentek trotz niedriger Zahlen noch nicht aufgegeben. Die Verwaltungen würden dafür mit Hochdruck an der Umstellung arbeiten. Deshalb sei der Verzicht auf die Anmeldung eines Haushalttitels für den Einkauf einer Supportverlängerung bewusst gewählt worden.

Fristeinhaltung fraglich

Kritiker sehen eine mögliche Einhaltung allerdings nicht so optimistisch wie Smentek. “Das ist das gleiche Versprechen wie bei der Einführung der E-Akte oder der Umsetzung der Vorgaben des E-Government-Gesetzes. Es sind leider leere Versprechungen, wie die Zahlen des bisherigen Standes der Umrüstung klar zeigen”, gibt der digitalisierungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Dirk Stettner, zu bedenken. “Dieser Technik-Zoo hilft niemandem und gefährdet unsere IT-Sicherheit”, kritisiert Stettners Amtskollege, Tobias Schulze, aus der Linksfraktion im Hinblick auf ungeklärten Zuständigkeiten zwischen den verschiedenen Behörden. Dahingegen sieht Stefan Zillner (Bündnis 90/Die Grünen) die Umstellungsarbeiten auf allen Ebenen positiv. “Die Sensibilität in den verschiedenen Dienststellen ist dieses Mal definitiv größer. Allein das ist schon ein Erfolg”, meint Zillner mit Blick auf die Zahlen der Migration von Windows XP auf Windows 7 im Jahre 2015.

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