IT-Angriff auf Stadtverwaltung

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Mithilfe eines infizierten E-Mail-Anhangs verschafften sich Angreifer Zugang auf die IT-System der Stadtverwaltung von Neustadt am Rübenberge. (Foto: Gerd Altmann, pixabay.com)

Die Stadtverwaltung von Neustadt am Rübenberge ist Opfer einer Cyberattacke geworden. Ausgelöst wurde der Vorfall vermutlich durch einen mit Malware befallenen E-Mail-Anhang, mit dessen Hilfe sich zurzeit noch unbekannte Täter Zugriff auf die IT-Systeme der Behörde verschafft haben. Seither arbeiten das CERT Niedersachen und das LKA an einer Behebung der Probleme.

Aktuell ist die Verwaltung von Neustadt am Rübenberge nur noch telefonisch zu erreichen. Nachdem sich Hacker mithilfe eines Trojaners Zugriff auf das Behörden-Netz verschafft hatten, kam die gesamte IT-gestützte Verwaltungsarbeit zum Erliegen. Um weiteren Schaden zu verhindern, mussten sämtliche Rechner ausgeschaltet werden. „Fälle wie diese machen klar, wie akut und realistisch die Gefahr von Cyberattacken auf Bürgerinnen und Bürger, für Verwaltungen, Unternehmen und auch kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser, Kraftwerke oder Energieversorger sind“, kommentiert Niedersachsens Ministerpräsident Boris Pistorius den Vorfall.

Dabei ist das nahe Hannover gelegene Neustadt am Rübenberge nicht allein betroffen. Im Dezember 2018 wurde ein Angriff auf die Stadtverwaltung von Burgdorf bekannt, bei dem sämtliche Daten im Nachgang neu aufgespielt werden mussten. Um in Zukunft besser gewappnet zu sein, bedarf es einer größeren Sensibilisierung für die Risiken des Cyberraums, mahnt Pistorius. Ein entsprechendes Aufklärungsangebot biete man mit der Live-Road-Show “Die Hacker kommen” an. Die Veranstaltung wird bis Ende Oktober in sechs Städten Niedersachsens stattfinden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhält man hier.

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