Kooperation vereinbart

0
295
Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung (v.l.n.r.): Prof. Dr. Monika Gross, Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen. (Foto: BS/Feldmann)

Die Berliner Feuerwehr und die Beuth Hochschule für Technik der Bundeshauptstadt arbeiten künftig stärker zusammen. Anfang kommenden Monats, zu Beginn des Wintersemesters, startet der erste Jahrgang des neuen Studienganges “Brandschutz und Sicherheitstechnik”. Zunächst gibt es 40 Plätze.

Abgeschlossen wird das Studium mit einem Bachelor auf Engineering. Die Hälfte der Plätze belegt die Berliner Feuerwehr. Diese 20 Personen, 16 Männer und vier Frauen mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren, erhalten neben dem Bachelorabschluss unmittelbar die Befähigung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst. Dies ist bisher bundesweit einmalig. Bisher mussten Menschen, die sich mit einem Bachelorabschluss bei der Berliner Feuerwehr bewarben, noch einen zweijährigen Vorbereitungsdienst absolvieren, um die Befähigung für den gehobenen Dienst zu erlangen. Für den neuen Zugangsweg mit dem Namen “112 Dual” wurde nun in der Bundeshauptstadt die Laufbahnverordnung für die Feuerwehr angepasst. Es wurde eine Experimentierklausel eingefügt.

Ergänzung, kein Ersatz

Des Weiteren stellt die Berliner Feuerwehr auch Dozenten für den neuen, regulären Studiengang. Die Studieninhalte werden ihren Fokus auf die Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer Grundlagen sowie die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr richten. Didaktik, Kommunikation, Projektarbeit und Personalführung stellen weitere Kernbereiche dar. Das Studium und die duale Ausbildung sollen nun jährlich zum Wintersemester angeboten werden. Berlins Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen, der die Kooperationsvereinbarung gemeinsam mit der Präsidentin der Beuth Hochschule, Prof. Dr. Monika Gross, unterzeichnete, sagte: “Mit “112 Dual” machen wir nun eine weitere Tür auf.” Von der Neuerung verspricht sich die Berliner Feuerwehr eine größere Planungssicherheit für die Personalstärke im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst.

Die 20 Studenten werden bei der Berliner Feuerwehr als Brandoberinspektoranwärter als Beamte auf Widerruf eingestellt. Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester. Während dieser Zeit müssen 210 Leistungspunkte erzielt werden. In der vorlesungsfreien Zeit werden die dual Studierenden dann an der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie (BFRA) auf den Feuerwehrdienst vorbereitet. Die übrigen 20 Studierenden durchlaufen das Studium ohne die Laufbahnausbildung bei der Berliner Feuerwehr.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here