Fast 350 Badetote

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In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind in deutschen Gewässern mindestens 348 Menschen ertrunken. Das sind zwar 97 weniger als im Vorjahr. Aber: Im Juni lag die Zahl der Todesfälle – verglichen mit dem Vorjahresmonat – höher.

Als Hauptursachen identifiziert der Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Achim Haag, Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft und das Schwimmen in unbewachten Gewässern. Unfallschwerpunkte sind weiterhin Flüsse und Seen. Dort ertranken von Januar bis August 291 Personen. An den Küsten von Nord- und Ostsee sowie auf den Inseln starben 22 Menschen (einer weniger als 2018). In Schwimmbädern kamen acht Personen ums Leben. Im vergangenen Jahr waren es noch 29 gewesen. In Hafenbecken und Gräben ertranken 19 Menschen. In privaten Swimmingpools wurde in diesem Jahr bisher noch kein Todesfall verzeichnet.

Unter den Badetoten waren 28 Personen mit Migrationshintergrund, darunter viele Nichtschwimmer. Über 80 Prozent der Ertrunkenen (280 Menschen) waren Männer. 21 Badetote waren maximal zehn Jahre alt, unter den Elf- bis 15-Jährigen gab es sechs Todesfalle. Regional betrachtet gab es die meisten Badetote in Bayern (80), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (53) und Niedersachsen (42).

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