Offenen Brief veröffentlicht

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Der Präsident der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS), Andreas Gegenfurtner, hat sich an Verantwortliche in der Energiewirtschaft gewendet. (Foto: BS/Giessen)

Im Bereich des 450-Megahertz-Frequenzspektrums werden in Kürze zweimal 4,74 Megahertz frei. Diese sollen neu vergeben werden. Darüber wird jedoch schon länger gestritten. Der Präsident der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS), Andreas Gegenfurtner, hat nun einen Offenen Brief geschrieben.

Darin wendet er sich an die Verantwortlichen der Energiewirtschaft und reagiert auf ein Schreiben, das im Auftrag der Energiewirtschaft an die Staats- und Senatskanzleien der Bundesländer verschickt wurde. In dem Brief erneuert Gegenfurtner das Angebot seiner Anstalt an die Energiewirtschaft, das BOS-Digitalfunknetz für die Gewährleistung einer störungsfreien Krisenkommunikation mit zu nutzen. Damit könnten die Unternehmen ihre kritischen Bedarfe abdecken, meint der BDBOS-Präsident. Diese Lösung hätte den Vorteil, dass kein weiteres Netz errichtet werden müsste. Dies würde auch die Steuerzahler entlasten. “Denn dank der 450 Megahertz wäre ein BOS-Basis-Breitbandnetz vergleichsweise schnell und kostengünstig realisiert und könnte zeitnah auch von der Energiewirtschaft mit genutzt werden”, heißt es in dem Offenen Brief wörtlich.

Bedarfe sind belegt

In dem Schreiben unterstreicht Gegenfurtner abermals, dass die BDBOS ein hochsicheres, flächendeckendes und hochverfügbares Basis-Breitbandnetz aufbauen wolle. Dieses solle auf den 450-Megahertz-Frequenzen aufbauen und allen BOS sowie der Bundeswehr zur Verfügung stehen. Denn: “Die Bedarfe von BOS und Bundeswehr an breitbandiger Kommunikation wurden bereits durch mehrere Studien belegt.”

Der BDBOS-Präsident zeigt sich überzeugt, dass dieses Netz dieselbe Flächenabdeckung und Hochverfügbarkeit wie der derzeitige BOS-Digitalfunk gewährleiste. Außerdem würden dadurch unter anderem die Nutzung von Messengerdiensten, die Übertragung von Vitaldaten und Datenbankabfragen ermöglicht. Darüber hinaus würde dieses Netz als Basis-Breitbandnetz als sicherer Zugang und als Rückfallebene für Anwendungen mit hohem Bandbreitenbedarf dienen, die über gesicherte Verbindungen durch kommerzielle Netze realisiert werden sollen. Dazu zählten etwa Live-Videoübertragungen. Das bisherige BOS-Digitalfunknetz verfüge über eine Flächenabdeckung von 99,2 Prozent und eine Serviceverfügbarkeit von 99,98 Prozent, berichtet Gegenfurtner nicht ohne Stolz.

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