Drohnentracking auf europäischen Standard

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Das künftige Drohnentracking mittels Hook-on-Device erhöht die Sicherheit beim Drohneneinsatz im bodennahen Luftraum. (Foto: Paul Henri, pixabay.com)

Droniq, das Gemeinschaftsunternehmen der DFS Deutsche Flugsicherung (DFS) und der Deutschen Telekom, hat kürzlich gemeinsam mit dem polnischen Unternehmen Aerobits ein Memorandum of Understanding unterschrieben. 

Im Rahmen der Kooperation sollen europäische Standards für Hardware entwickelt werden, die für das Drohnentracking über ein UAS (Unmanned Aircraft Systems) Traffic Management System (UTM) zum Einsatz kommt. Künftig sollen Hook-on-Devices (HODs) für das Drohnentracking eingesetzt werden, heißt es von Droniq. Damit werde eine Echtzeit-Übermittlung der aktuellen Drohnenposition über das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom an das UTM der DFS ermöglicht. “Das Mobilfunknetz ist bereits flächendeckend in Deutschland vorhanden und schafft damit die Voraussetzung, um Drohnen nicht nur im Nahbereich, sondern auch über große Distanzen sicher einsetzen zu können”, sagt der Chief Operating Officer (COO) von Droniq, Ralph Schepp. Ein weiterer Teil der Kooperation ist die Weiterentwicklung des HOD in verschiedenen Varianten. Dadurch werde der Einbau in einem festen Gehäuse oder als Originalkomponente der Drohne möglich.

Warnung vor Kollision

Mithilfe des HOD könnten sowohl der Flight Alarm (FLARM) als auch der Automatic Dependent Surveillance – Broadcast (ADS-B) empfangen und die Positionsdaten anschließend an das UTM übermittelt werden.  Damit seien Drohnenflieger in der Lage, sämtliche Flugbewegungen im Nahbereich zu verfolgen. Gleichzeitig sende das HOD seine eigene Position an den FLARM, wodurch eine automatische Warnung in nahegelegenen Cockpits veranlasst werde. “Diese Neuentwicklung erhöht die Sicherheit im bodennahen Luftraum maximal und ist ein zentraler Schritt für ein sicheres Miteinander aller Luftraumnutzer”, betont der Leiter des Sales und Business Development von Droniq, Thilo Vogt.

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