Tausende Privattermine öffentlich einsehbar

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Privattermine des Google-Kalenders sind aufgrund einer Nutzereinstellung für die Öffentlichkeit einsehbar. (Foto: Anka Albrecht, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Personenbezogene Daten von zahlreichen Nutzern des Google-Kalenders sind über Suchmaschinen frei zugänglich. Obwohl Google von diesem Problem weiß, wird nichts dagegen unternommen.

Denn laut des Sicherheitsexperten Avinash Jain liege die Veröffentlichung von Terminen an einer Nutzereinstellung. Von Google heißt es, dass ihre Kalender standardmäßig “privat” angelegt und somit nur für den jeweiligen Besitzer einsehbar seien. Der öffentliche Zugriff erfolge erst, sobald der Nutzer eine Kalenderveröffentlichung vornimmt. In diesem Fall werde eine explizite Warnung gegeben. Diese weise darauf hin, dass alle Termine zukünftig für sämtliche Google-Nutzer über die Google-Suche einsehbar wären. Doch Tausende Nutzer – darunter auch Unternehmen – hätten laut Jain den Warnhinweis ignoriert. Wer den Link kenne, könne folglich die Termine jederzeit einsehen.

Dienst funktioniert ordnungsgemäß

So konnte der Sicherheitsexperte mit einer zunächst allgemeinen Anfrage im Internet und anschließender Suche nach Privatterminen mehr als 200 falsch konfigurierte Kalender ausfindig machen. Darüber hinaus sei eine gezielte Suche bei Kenntnis der E-Mail-Adresse möglich. Über diesen Zustand hat Jain Google informiert. Vom Unternehmen hieß es jedoch, dass der Dienst genau so funktionieren soll. Die Verantwortung über den Schutz ihrer Daten trügen die Nutzer selbst. Auf einer Hilfe-Seite erklärt Google jedoch die verfügbaren Freigabeoptionen, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen.

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