Bund und Kommunen verringern Schulden – Länderschulden steigen derweil

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Im Vergleich zum Jahresende 2018 blieben die Schulden des öffentlichen Gesamthaushaltes relativ konstant. Auf Länderebene erhöhten sie sich allerdings. (Foto: stevepb, pixabay.com)

Zum Ende des 1. Halbjahres 2019 waren Bund, Länder und Gemeinden mit knapp zwei Billionen Euro verschuldet. Im Vergleich zum Jahresende 2018 ist dieser Wert relativ konstant. Laut Statistischen Bundesamt (Destatis) erhöhten sich die öffentlichen Schulden um 0,1 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2019 reduzierten vor allem die Kommunen ihre Schuldenlast. Die Gemeinden und Gemeindeverbände verringerten ihren Schuldenstand gegenüber dem Jahresende 2018 um 2,4 Milliarden Euro auf rund 130 Milliarden Euro, beziehungsweise 1,8 Prozent. Hier war die Entwicklung in den Kommunen jedoch sehr unterschiedlich: Schuldenanstiege gab es insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern (plus 6,6 Prozent), Hessen (plus 2,2 Prozent) und Schleswig-Holstein (plus 1,7 Prozent). Stärkere Rückgänge gab es dagegen in Baden-Württemberg (minus 7,5 Prozent) und in Niedersachsen (minus 4,3 Prozent).

Bund reduziert Kassenkredite um 16,5 Prozent

Auf Bundesebene verringerten sich die Schulden im gleichen Zeitraum um zwei Milliarden Euro. Bei einer Gesamtverschuldung von 1.211,3 Milliarden Euro, reduzierten sich die Schulden somit um 0,2 Prozent. Dabei baute der Bund seine Kassenkredite um 3,5 Milliarden Euro ab (minus 16,5 Prozent). Die Kredite des Bundes stiegen dagegen um 422 Millionen Euro (plus ein Prozent) und die Wertpapierschulden um 1,1 Milliarden Euro (plus 0,1 Prozent).

Anders als bei Bund und Kommunen konnten die Länder ihre Schuldenlast nicht verringern. Sie erhöhte sich um 1,2 Prozent, beziehungsweise um 6,9 Milliarden Euro, auf 577,5 Milliarden Euro. Wie auch in den Kommunen waren die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich: In Bremen stiegen die Schulden um 10,1 Prozent, in Sachsen-Anhalt um 7,1 Prozent und in Niedersachsen um 4,8 Prozent, während in Bayern die Schulden um 7,7 Prozent, in Hamburg um fünf und in Sachsen um 3,9 Prozent sanken.

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