Smartphones für Behörden freigegeben

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IPhone-Nutzung ist für Behördenmitarbeiter nicht mehr nur privat. Mithilfe der "Mobile Encryption App" darf das Mobiltelefon künftig auch für die Arbeit verwendet werden. (Foto: JESHOOTS-com, pixabay.com)

Behördenmitarbeiter dürfen künftig iPhones für vertrauliche Gespräche nutzen. Eine Ausweitung auf Android-Smartphones ist ab 2020 vorgesehen.

Dazu muss allerdings verpflichtend die “Mobile Encryption App” verwendet werden. Die Entwicklung fand in Zusammenarbeit der Deutschen Telekom und der Gesellschaft für Sichere Mobile Kommunikation (GSMK) statt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe diese laut der Deutschen Telekom kürzlich freigegeben. Die App stelle eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung her, sodass die Geheimhaltungsstufe “Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch” (NfD) erreicht werden könne.

Reduzierte Angriffsfläche

Laut einer Beschreibung der Krypto-Engine der GSMK werde vor jedem Telefonat ein einmaliger – temporär gespeicherter – Schlüssel zwischen den Geräten ausgehandelt. Mittels Voice-over-IP (VoIP) sollen die verschlüsselten Gespräche anschließend über das Internet, statt über das Telefonnetz, abgewickelt werden. Dabei finde das Cryptophone-Protokoll – anstelle von gängigen Protokollen – Anwendung, wodurch die Angriffsfläche reduziert werden könne. Darüber hinaus sei die App auch in Gegenden und Ländern anwendbar, die etwa über schlechte Netzabdeckungen verfügen.

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