Öffentliches Finanzvermögen gestiegen

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Das Finanzvermögen des Bundes verringerte sich. Alle anderen Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts trugen dagegen zum Aufbau des Finanzvermögens bei. (Foto: geralt, pixabay.com)

Bund, Länder und Gemeinden verfügten Ende 2018 über ein Finanzvermögen von rund 964 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, erhöhte sich das Finanzvermögen im Vergleich zum Vorjahr damit um 3,1 Prozent, beziehungsweise 28,6 Milliarden Euro.

Das Finanzvermögen des Bundes verringerte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent beziehungsweise 16,1 Milliarden Euro auf 322,2 Milliarden Euro. „Diese Entwicklung ist insbesondere durch den starken Portfolioabbau bei der sogenannten „Bad Bank“ FMS Wertmanagement AöR bestimmt“, heißt es in einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes.

Länder und Gemeinden bauen Vermögen auf

Das Finanzvermögen der Länder erhöhte sich 2018 um 7,3 Prozent beziehungsweise 16,9 Milliarden Euro auf 247,5 Milliarden Euro. Die Kommunen wiesen zum Jahresende ein Finanzvermögen von 218,4 Milliarden Euro auf. Das entspricht einem Anstieg von 5,4 Prozent beziehungsweise 11,2 Milliarden Euro.

Entwicklung in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich

Die Entwicklung der Finanzvermögen verlief in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Bayern verzeichnete mit 41 Prozent den größten Anstieg des Finanzvermögens, gefolgt von Bremen (plus 12 Prozent) Sachsen (plus 11,7 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 11,4 Prozent). Die Entwicklung in Bayern war jedoch maßgeblich durch einen neu in den Berichtskreis der Finanzvermögenstatistik aufgenommenen Extrahaushalt geprägt. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Anstieg lediglich 4,9 Prozent betragen. Die stärksten Rückgänge des Finanzvermögens hatten Niedersachsen (minus 9,1 Prozent), Sachsen-Anhalt (minus 4,4 Prozent) und Rheinland-Pfalz (minus 3,1 Prozent).

Sozialversicherung weiterhin mit starkem Zuwachs

Die Sozialversicherung wies zum Ende des Kalenderjahres 2018 ein Finanzvermögen beim nicht-öffentlichen Bereich von 175,7 Milliarden Euro auf. Dies entsprach einem Zuwachs von 16,6 Milliarden Euro beziehungsweise von 10,4 Prozent.

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