BMI baut auf digitale Souveränität

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Eine strategische Marktanalyse zeigt, dass der Einsatz von Microsoft-Produkte in Öffentlichen Verwaltungen größtenteils dominiert. (Foto: geralt/www.pixabay.com)

Die Technologieabhängigkeit in Behörden bewegt sich zunehmend auf eine kritische Stufe hin. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) plant daher in den kommenden Jahren, die digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung zu forcieren.

“Um unsere digitale Souveränität zu gewährleisten, wollen wir Abhängigkeiten zu einzelnen IT-Anbietern verringern. Außerdem prüfen wir Alternativ-Programme, um bestimmte Software ersetzen zu können. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Ländern sowie der EU”, erklärt Bundesinnenminister Horst Seehofer zu dem Vorhaben. Dazu seien in Kürze Gespräche mit Software-Anbietern geplant. Zusätzlich wird die Bundesverwaltung Anforderungen an die Nutzungsbedingungen von Software formulieren und sowohl Produkte als auch Lieferanten konkret auswählen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Microsoft dominiert

Denn in den Schichten der Bürosoftware, des Arbeitsplatz- und Server-Betriebssystems werden laut einer vom BMI beauftragten strategischen Marktanalyse der PwC Strategy& (Germany) GmbH zu einem großen Teil Produkte des amerikanischen Softwarekonzerns Microsoft eingesetzt. Hier ergäben sich einige Risiken, insbesondere durch die Telemetriedaten-Übermittlung bei neuen Microsoft-Produktversionen, die sowohl die Informationssicherheit als auch den Datenschutz gefährden könnten. Die wirtschaftlich gebotene Standardisierung des Software-Portfolios auf wenige Produkte einzelner IT-Anbieter führe jedoch zu weiteren Abhängigkeiten und damit zu zusätzlichen Risiken für die digitale Souveränität, heißt es vom BMI.

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