Zum Erfolg mit Nachwuchsvielfalt

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Das Land Berlin bildete 2018 etwa 26,7 Prozent neue Nachwuchskräfte für den Öffentlichen Dienst aus. (Foto: janeb13, pixabay.com)

Laut Mikrozensus haben 43 Prozent der unter 21-Jährigen einen Migrationshintergrund. Damit mit dem Staat vertraut wird, muss man sich mit diesem identifizieren können. Dafür ist es maßgeblich, dass junge Nachwuchskräfte mit Migrationshintergrund gefördert werden.

Rund 28 Prozent aller neu eingestellten Auszubildenden der Berliner Behörden und Betriebe mit Landesbeteiligung des Jahres 2018 haben einen Migrationshintergrund. Das ergibt eine jährliche Erhebung des Beruflichen Qualifizierungsnetzwerkes (BQN) Berlin. Für die Integrationsbeauftragte Berlins, Katarina Niewiedzial, ist klar, dass sich damit die Förderung der Berliner Integrationspolitik bezahlt macht. Um den Erfolg weiter voranzutreiben, seien junge Menschen mit Migrations- oder Einwanderungsgeschichte aktiver anzusprechen. Zudem sollte das Verwaltungspersonal die Gesellschaft widerspiegeln, sodass sich alle Menschen mit dem Staat identifizieren können. Dadurch steige schließlich das Vertrauen in den Staat. “Dafür ist der Generationswechsel im Öffentlichen Dienst eine Chance, die wir nutzen wollen”, äußert Niewiedzial.

Systematisch Vielfalt fördern

Eine auf Diversität ausgerichtete Nachwuchskräftegewinnung soll systematisch Vielfalt fördern. “Ziel muss es sein, dass sich die kulturelle Vielfalt Berlins auf allen Hierarchieebenen der Verwaltung widerspiegelt”, sagt die Integrationsbeauftragte weiter. “Wir werden bei der Rekrutierung erfolgreicher, wenn wir junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte in die Ausbildung bekommen”, äußert Ines Fiedler, Vorständin des IT-Dienstleistungszentrum Berlin. So bildete 2018 der Öffentliche Dienst des Landes Berlin 26,7 Prozent junge Personen mit Migrationshintergrund neu aus. Vorreiter waren die Bezirksämter Friedrichshain-Kreuzberg mit 48,1 Prozent und Pankow mit 40 Prozent. Dahingegen hatte in den Betrieben mit Landesbeteiligung bereits jeder dritte – neue – Auszubildende einen Migrationshintergrund vorzuweisen. Sowohl Vivantes als auch das ITDZ Berlin standen mit über ein Drittel an der Spitze.

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