Rheinland-Pfalz erringt Sieg gegen Cyber-Kriminelle

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Ein Bunker bietet dem als "Bulletproof-Hoster" bezeichneten Rechenzentrum seit 2013 Schutz. (Foto: tomaszpro, pixabay.com)

Kürzlich konnte zum ersten Mal in Deutschland ein als “Bulletproof-Hoster” bezeichnetes Rechenzentrum ausgehoben werden. Untergebracht war es in einem ehemaligen NATO-Bunker. Sieben Tatverdächtige wurden mit Haftbefehl festgenommen.

Darunter befanden sich nach Angaben des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz zwei Deutsche. Auch der 59-Jährige Hauptakteur, der das Rechenzentrum ab Ende 2013 federführend aufgebaut und betrieben haben soll, befände sich unter den Festgenommenen. Ferner wurden insgesamt 18 Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. In einer koordinierten Aktion seien diese anschließend in Deutschland und Europa vollstreckt worden. Dadurch konnten unter anderem 200 Server, schriftliche Unterlagen, zahlreiche Datenträger, Mobiltelefone und eine größere Summe Bargeld sichergestellt werden.

Schutz vor Zugriff im Bunker

Der fragliche Host befand sich in einem ehemaligen NATO-Bunker in Traben-Trarbach. Dort habe er zahlreichen Plattformen, Foren und Marktplätzen – für illegale Geschäfte – Schutz vor staatlichem Zugriff geboten. So sei der größte schwedische Darknet-Marktplatz für illegale Betäubungsmittel “Flugsvamp 2.0” aus dem Bunker heraus gehostet worden. Auch der Angriff auf rund eine Million Telekom-Router Ende November 2016 habe über einen dort befindlichen Server stattgefunden.

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