Public-Private-Partnership gegründet

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Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung können nur gemeinsam von staatlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren bekämpft werden. Hier braucht es eine Teamleistung. Dafür wurde nun eine Public-Private-Partnership gegründet. (Foto: Stefanie Hofschläger, www.pixelio.de)

Die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, besser bekannt als “Financial Intelligence Unit” (FIU) der Generalzolldirektion (GZD), ist mit unterschiedlichen Partnern eine Public-Private-Partnership im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung eingegangen. Beteiligt sind behördenseitig noch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und das Bundeskriminalamt (BKA).

Der Zusammenschluss, an dem unter anderem auch die Bayerische Landesbank, die Commerzbank, die Deutsche Bank und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beteiligt sind, trägt den Namen “Anti Financial Crime Alliance” (AFCA). Die Teilnahme an der Public-Private-Partnership steht allen Verpflichtetengruppen des Geldwäschegesetzes offen. Dazu zählen unter anderem Kreditinstitute, Immobilienmakler und Güterhändler. Die Initiative, die zunächst auf eine Dauer von drei Jahren ausgelegt ist, startet mit einer Pilotphase im Finanzsektor. Noch in diesem Jahr soll sie auch auf den Nicht-Finanzsektor ausgeweitet werden.

Zusammenarbeit zwingend erforderlich

Dr. Rolf Bösinger, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, sagte dazu: “Um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wirksam zu bekämpfen, ist eine enge Zusammenarbeit aller Akteure unabdingbar.” Die Gründung der AFCA sei ein gutes Zeichen und ein wichtiger Schritt. Behörden und Unternehmen bündelten ihr Wissen, um gemeinsam noch effektiver gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorzugehen, so Bösinger.

Und der Leiter der FIU, Christof Schulte, ergänzte: “International ist man sich einig, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden und der Privatwirtschaft ein wirksames und wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Geldwäsche ist.” Ungeachtet aller bisherigen Anstrengungen und der erzielten Resultate müsse man attestieren, dass es sich bei der Bekämpfung von Finanzkriminalität um eine komplexe und langfristige Herausforderung handele, die von keinem der Akteure im Alleingang bewältigt werden könne.”

Die Arbeit der FIU ist auch Thema eines Beitrags in der ersten Folge des Public Sector Insider, dem Podcast des Behörden Spiegel.

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