Verkürzte Ausbildung beschlossen

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Der Bund will mit einer verkürzten Laufbahn Studienabgänger zu Cyber-Kriminalisten ausbilden. (Foto: REDPIXEL, https://stock.adobe.com/de/ )

Die Bundesregierung hat eine Laufbahnänderung für Spezialisten im Bereich der Cyber-Kriminalität beschlossen. Bewerber sollen zukünftig eine verkürzte Laufbahn als Tarifbeschäftigte von 20 Monaten durchlaufen können, um zum Polizeioberkommissar ernannt zu werden. Bisher sind 36 Monate erforderlich.

Die neuen dienstrechtlichen Vorschriften ergeben sich aus einer Ergänzung der Kriminallaufbahnverordnung. Voraussetzung für die Verkürzung ist ein zuvor absolviertes Studium in Informationstechnik, Ingenieurs- oder Naturwissenschaften. Ziel der Maßnahme ist es, mehr Fachkräfte für den Polizeidienst gewinnen zu können. Das Bundeskriminalamt (BKA) werde im Kampf gegen Internetkriminalität gestärkt, wenn der Bund sich im Wettbewerb um begehrte Cyber-Spezialisten als hoch attraktiver Arbeitgeber präsentieren könne, sagte dazu Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

Eine konkrete Laufbahn für beamtete Cyber-Kriminalisten ist ein Novum. Bisher mussten Beamte im IT-Bereich weitergebildet werden oder angestellte IT-Fachkräften wurden zur Unterstützung herangezogen.

Der neue Ausbildungsgang soll im April 2020 an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung starten.

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