Reichsbürger als Herausforderung

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Reichsbürger, die auf das deutsche Kaiserreich ideologisch rekurrieren (siehe Flagge), werden immer mehr zur Gefahr für den deutschen Rechtsstaat. (Foto: mrvrooman, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst treffen im Rahmen ihres Kundenkontakts in den letzten Jahren vermehrt auf “Reichsideologen”, die sog. Reichsbürger. Diese erkennen die Bundesrepublik Deutschland als Staat und damit das geltende Rechtssystem nicht an. Sie akzeptieren weder behördliche noch gerichtliche Entscheidungen. Behördliche Bescheide – wie zum Beispiel Bußgeldbescheide, Leistungsbescheide und staatliche Abgaben – werden entweder ignoriert oder die Verfahren werden mit umfangreichen Schriftsätzen und persönlichen Vorsprachen bewusst verlängert.

Diese Situation bindet in der Bearbeitung erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen und stellt vor Allem für die Sachbearbeiter eine hohe kommunikative Herausforderung und emotionale Belastung dar. Gespräche entwickeln sich schnell zu Streitgesprächen, die sich durch aggressives Verhalten zu Bedrohungs- und Gefährdungslagen entwickeln und bei den Betroffenen Ängste auslösen können.

Der Behörden Spiegel veranstaltet ein Seminar mit dem Fokus auf Reichsbürger und Selbstverwalter am 19. November 2019 in Hamburg. Ziel dieses Seminars ist es, Hilfestellung für die rechtssichere Vorbereitung von Erlaubnis- oder Auflagenbescheiden bzw. weiteren Maßnahmen zu geben und Möglichkeiten zur Einwirkung auf verschiedenste Veranstaltungen aufzuzeigen.

Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeit unter:

www.fuehrungskraefte-forum.de

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