Akzeptanz des E-Government steigt wieder

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Seit neun Jahren analysiert die Initiative D21 die Akzeptanz des E-Government in Deutschland, aber auch Österreich und der Schweiz. (Foto: BS/D21)

Die Initiative D21 hat ihren E-Government Monitor für das Jahr 2019 vorgestellt. Der Monitor analysiert seit 2012 die Nutzung und Akzeptanz der deutschen Bürger in Bezug auf digitale Dienstleistungen und Angebote der öffentlichen Verwaltung.

Bei diesem Hauptwert kam die Studie in diesem Jahr auf eine Nutzungsquote von 48 Prozent. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr, aber nur drei Prozent mehr als zu Beginn des D21 Monitors im Jahr 2012. Viel getan hat sich über die Jahre zwar anhand der blanken Zahlen nicht, für den IT-Beauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Klaus Vitt, sind stetige Werte aber ein Erfolg: “Man darf nicht vergessen, dass die Erwartungshaltung durch das Angebot großer Privatunternehmen wie Amazon und Facebook immer weiter steigt”, so Vitt. Um dem zu begegnen und die Bürger weiter mitzunehmen, sei es zentral, Anwendungen möglichst einfach nutzbar zu machen. Denn ein Ergebnis der Studie ist auch, dass die Nutzung digitaler Angebote auch mit dem Bildungsstand zusammenhängt und komplexe Anwendungen viele Menschen überfordern können.

Weitere Felder der Digitalen Verwaltung, mit denen die Studie sich auseinandersetzt, sind die Nutzung der eID-Funktion des inzwischen nicht mehr ganz so neuen Personalausweises sowie das Once Only-Prinzip. So haben laut der Studie 74 Prozent der Deutschen den aktuellen Personalausweis, von diesem Wert haben allerdings nur 6 Prozent die eID-Funktion bereits genutzt. Auffällig ist in der Studie allerdings auch, dass die Wenigsten wissen, dass sie für die Nutzung der Funktion lediglich ihr normales Android-Smartphone benötigen. Hier mangel es noch am Marketing, gab Vitt zu.

Beim Once Only-Prinzip sind die Deutschen eher positiv als negativ gestimmt, solange eine vollständige Datenkontrolle sowie der Schutz der Daten gewährleistet sind. Die Mehrheit hat sich aber noch gar keine Meinung gebildet. Hier müsse man proaktiv für positive Assoziationen sorgen, um die Bürger vorab für das System begeistern zu können.

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