Zivile Verteidigung ist unabdingbar

0
641
BBK-Präsident Christoph Unger bei seiner Begrüßung in Ahrweiler (Foto: BS/Portugall)

Der Fachkongress “Zivile Verteidigung” für Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen sowie der Wirtschaft, der gestern an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler begonnen hat, steht ganz im Zeichen der Zahl “Drei”. Es ist der dritte Kongress dieser Art, er dauert drei Tage und blickt auf die Erfahrungen von drei Jahren mit der “Konzeption Zivile Verteidigung” (KVZ) des Bundesinnenministeriums (BMI).

Der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, sagte bei seiner Begrüßung, dass Deutschland aufgrund der allgemeinen sicherheitspolitischen Lage die Kriegsführungsfähigkeit wiederherstellen müsse. Im Rahmen der Gesamtverteidigung komme dabei auch dem Zivilschutz und der Zivilen Verteidigung eine zentrale Bedeutung zu. Franz-Josef Hammerl, Abteilungsleiter für Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz im BMI, ergänzte, dass militärische Verteidigung ohne Zivile Verteidigung schlicht unglaubwürdig bleibe.

Lange war die Zivile Verteidigung von den Bedingungen des Kalten Krieges und der Angst vor dem Atomkrieg geprägt, bis sie nach 1990 fast in Vergessenheit geriet. Heute drängen andere Problemstellungen in den Vordergrund: Wie wappnen sich Behörden, um in Krisen voll funktionsfähig zu bleiben? Wie kann die Versorgung der Bevölkerung und die Unterstützung der Streitkräfte mit Gütern und Dienstleistungen im Falle einer großen nationalen Notlage gewährleistet werden? Der Kongress wird sicher nicht auf alle Fragen Antworten finden, aber sicher für die damit verbundenen Herausforderungen sensibilisieren.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here