Vorrang für Schutz der Zivilbevölkerung

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Das DRK ist Teil einer weltweiten Gemeinschaft, die Opfern von Konflikten und Katastrophen Hilfe gewährt, allein nach dem Maß ihrer Not. (Foto: BS/DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg)

In Nordsyrien spitzt sich die humanitäre Lage zu. “Die anhaltenden Kampfhandlungen wirken sich verheerend auf die Zivilbevölkerung aus. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) appelliert deshalb nachdrücklich an alle Konfliktparteien, die Zivilbevölkerung zu schützen und das humanitäre Völkerrecht einzuhalten. Dies betrifft auch den Schutz der zivilen Infrastruktur. Derzeit sorgen wir uns insbesondere um die Wasserversorgung und die Gesundheitsversorgung in den umkämpften Gebieten”, sagt Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit im DRK-Generalsekretariat.

Dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond (engl. SARC) ist es inzwischen gelungen, Zugang zu dem durch die Kämpfe beschädigten Allouk-Wasserwerk zu bekommen. Dieses Werk versorgt die Stadt Hassakeh mit insgesamt mehr als 400.000 Menschen. “Hassakeh befindet sich in einer besonderen Lage, da verstärkt Menschen aus dem Umland Zuflucht vor den Kämpfen in der Stadt suchen. Erste Ausbesserungen an dem Werk konnten bereits vorgenommen werden, das Team muss jedoch weitere Reparaturmaßnahmen durchführen, um den Betrieb sicherzustellen”, sagt Johnen.

Der Syrische Arabische Rote Halbmond, die Schwestergesellschaft des DRK, verteilt in Hassakeh Nothilfepakete mit Lebensmitteln und Trinkwasser sowie Decken und Matratzen an Menschen, die vor den Kampfhandlungen geflohen sind. Viele von ihnen kommen entweder bei Verwandten und Freunden unter oder in einer der Notunterkünfte.

Der Syrische Arabische Rote Halbmond ist die einzige landesweit tätige humanitäre Hilfsorganisation. Er wird seit 2012 vom Deutschen Roten Kreuz unterstützt und leistet monatlich Hilfe für etwa 5,5 Millionen Menschen.

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