Aufbau eines zentralen IT-Dienstleisters für Thüringen

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Mit der Stärkung des kommunalen IT-Dienstleisters KIV soll der digitale Ausbau Thüringens beschleunigt werden. (Foto: Fotocitizen, pixabay.com)

Auf dem Weg hin zu einer digitalen Verwaltung gelten sie als unverzichtbare Partner: kommunale IT-Dienstleister. Was in anderen Ländern der Republik bereits Teil der Praxis ist, soll nun auch im Freistaat Thüringen umgesetzt werden. Nachdem das Finanzministerium einen entsprechenden Vorschlag eingebracht hatte, wurde der Entwurfstext nun durch die Kabinettsmitglieder bestätigt.

Er begrüße die Idee, einen zentralen IT-Dienstleister für Thüringen aufzubauen, sagt Thüringens CEO, Dr. Hartmut Schubert: “Ziel ist es, den bestehenden IT-Dienstleister, die KIV GmbH, zu stärken und für den Beitritt aller Kommunen zu öffnen. Dazu hat das Land ein Modell mit dem Gemeinde- und Städtebund abgestimmt.” Dieses liege inzwischen den kommunalen Spitzenverbänden des Landes vor. Man müsse begreifen, dass die Digitalisierung der Verwaltung nur als ein kooperatives Unternehmen erfolgreich betrieben werde könne. Ein kleinteiliges Vorgehen, das ausschließlich auf lokale Angebote baue, hindere lediglich am Erfolg, so Schubert.

Genau an dieser Stelle setze auch die im Entwurfstext ausgearbeitete Doppelstrategie: Zum einen soll es dem Land fortan möglich sein, als Gesellschafter aufzutreten und so die Digitalvorhaben der Kommunen zu unterstützen. “Ein wichtiges Kriterium ist, dass die Inhouse-Fähigkeit für Mitgliedskommunen gegeben ist. Damit sollen Beschaffungsprozesse professionalisiert und für Kommunen als Dienstleistung angeboten werden”, erklärt Schubert. Ergänzend werde mit der KIV GmbH ein bereits etablierter IT-Partner gestärkt und so eine effektivere Infrastruktur geschaffen.

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