US-Erfolg gegen den IS in Syrien

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Im "Situation Room" des Weißen Hauses während der Baghdadi-Operation (v.l.n.r.): der Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien, Vizepräsident Mike Pence, Präsident Donald J. Trump, Verteidigungsminister Mark Esper, General Mark A. Milley, Chairman of the Joint Chiefs of Staff, und Brigadegeneral Marcus Evans, Deputy Director for Special Operations. (Foto: BS/The White House, Shealah Craighead)

Ende Oktober gelang es der “Delta Force”, der Elite-Einheit der U.S. Army, den selbsternannten “Kalifen” der sunnitischen Terrormiliz des sog. “Islamischen Staates” (IS), Abu Bakr al-Baghdadi, bei der Operation “Kayla Mueller” in Nordsyrien zu stellen. Benannt ist das Kommandounternehmen nach einer US-amerikanischen Entwicklungshelferin und Menschenrechtsaktivistin, die 2015 vom IS ermordet wurde.

Die “Delta Force”, offiziell das “1st Special Forces Operational Detachment – Delta (Airborne)” [1st SFOD-D (A)], wurde im November 1977 nach dem Vorbild des britischen SAS (“Special Air Service”) aufgestellt. Ihr Hauptquartier befindet sich auf dem Stützpunkt Fort Bragg in North Carolina.

Alle politischen Beobachter sind sich einig, dass mit dieser Kommandoaktion der IS nicht endgültig besiegt ist. Gleichwohl hat dieser militärische Erfolg hohen Symbolwert. Im Zweifel wird keiner von al-Baghdadis Nachfolgern mehr solch eine Aura verbreiten können.

Die Bundeswehr gehört weiterhin zur Koalition der internationalen Kräfte im Kampf gegen die Terrororganisation. Auch wenn der IS im Irak inzwischen als stark geschwächt gilt, stellt er doch immer noch eine ernstzunehmende Gefahr dar. Die Deutsche Luftwaffe fliegt im Rahmen der Operation “Counter Daesh” mit “Tornados” vom Stützpunkt Al-Asrak in Jordanien aus Aufklärungseinsatze über dem Irak und Syrien. Außerdem setzt sie einen Airbus A310 MRTT für die Luft-Luft-Betankung von Kampfflugzeugen der internationalen Allianz ein.

In den Fokus gerückt ist die Ausbildung von Führungskräften der zentralirakischen Armee, d.h. die “Ausbildung der Ausbilder” durch Soldaten der Bundeswehr. Ziel ist der nachhaltige Fähigkeitsaufbau der irakischen Streitkräfte für die Zukunft.

Erst Ende Oktober hat der Bundestag sein Mandat für “Counter Daesh” bis Ende März und für den Fähigkeitsaufbau im Irak bis Ende Oktober des kommenden Jahres verlängert – bei einer Mandatsobergrenze von 700 Soldaten. Aktuell befinden sich 460 Bundeswehr-Angehörige im Einsatzgebiet.

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