Neues Kriminallabor in Nürnberg

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU, hier auf dem Münchner Polizeitag des Behörden Spiegel) hat in Nürnberg ein neues Kriminallabor eröffnet. (Foto: BS/Feldmann)

Dem Polizeipräsidium Mittelfranken in Nürnberg steht ab sofort ein neues, hochmodernes Kriminallabor zur Verfügung. Der Freistaat hat rund 900.000 Euro in die Einrichtung investiert.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte: “Jetzt können unsere mittelfränkischen Polizisten mit High-Tech auf Verbrecherjagd gehen.” Das Labor verfügt über eine Fläche von 520 Quadratmetern sowie Anlagen für große Spurenfälle. Landesweit einmalig ist laut Ressortchef, dass es zwei getrennte, jeweils komplett ausgestattete Laborstraßen gibt. “So kann eine Verunreinigung von Spurenträgern noch zuverlässiger verhindert werden, beispielsweise wenn bei einem Kriminalfall Täter- und Geschädigtenspuren gleichzeitig ausgewertet werden müssen.” Dadurch könnten zentrale Ermittlungsansätze noch schneller überprüft werden.

Das Labor verfügt unter anderem über ein sogenanntes Vakuum-Cyanacrylat-Bedampfungsgerät. Dessen Nutzung bietet sich für die Fingerspurensicherung bei Spurenträgern an, deren Oberfläche bei normaler Luftzirkulation durch Cyanacrylatdämpfe nicht erreicht werden können. Durch das erzeugte Vakuum kann in dem Gerät die Sicherung zum Beispiel auch an zerknüllten Aluminiumfolien oder an Asservaten ohne Herausnahme aus deren Umverpackung durchgeführt werden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) spricht auch auf dem Polizeitag des Behörden Spiegel in München am 2. Dezember. Weitere Informationen unter: www.polizeitage.de

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