Auftrag für die Erprobungsphase des “Lynx”

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Wird aktuell in Australien erprobt: der Schützenpanzer "Lynx" KF41. (Foto: BS/Portugall)

Rheinmetall ist von Australien damit beauftragt worden, mit dem Schützenpanzer “Lynx” KF41 an der Erprobungsphase (“Risk Mitigation Activity” – RMA) des nationalen Rüstungsprojekts “Land 400 Phase 3” teilzunehmen. Ein entsprechender Vertrag wurde Mitte Oktober unterzeichnet. Der Vertrag umfasst auch die Lieferung von drei “Lynx” KF41-Erprobungsmustern. Der jetzt geschlossene Vertrag hat einen Auftragswert von 50 Millionen Australischen Dollar (rund 30 Millionen Euro). Mit dem gesamten Vorhaben “Land 400 Phase 3” verbindet sich im Erfolgsfalle ein Auftragsvolumen von 15 Milliarden Australischen Dollar (9,5 Milliarden Euro).

Der auf Ketten bewegliche “Lynx” KF41 ist ein netzwerkfähiger Schützenpanzer der nächsten Generation, der die strengen militärischen Anforderungen des Projektes “Land 400 Phase 3” nach Unternehmensangaben erfüllt. Die australische Armee sucht ein entsprechend leistungsfähiges und hochgeschütztes Infanteriekampffahrzeug, um gegnerische Kräfte auch bei extremen Bedrohungslagen bezwingen zu können.

Im Rahmen des “Land 400 Phase 3”-RMA-Vertrags wird das Commonwealth of Australia eine umfassende technische und programmbezogene Bewertung der beiden verbliebenen Bieter über einen Zeitraum von 24 Monaten vornehmen. Das Konkurrenzprodukt ist das “Redback IFV” des südkoreanischen Herstellers Hanwha. Die Fahrzeuge werden von Angehörigen der Streitkräfte bedient und im Gelände vor Ort unter extremen Bedingungen getestet.

In einem weiteren australischen Großvorhaben liefert Rheinmetall – beginnend noch in diesem Jahr – 211 Radspähpanzer “Boxer” 8×8 (“Combat Reconnaissance Vehicle” – CRV) an die australische Armee. Das Fahrzeug wurde vom Commonwealth ausgewählt, nachdem es in den Jahren 2016 bis 2017 eine zwölf Monate lange RMA-Erprobungsphase durchlaufen hatte. Diese RMA-Prüfungen wurden als umfassender Nachweis für die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs anerkannt. Rheinmetall konnte dabei Erfahrungen sammeln und Fachwissen aufbauen für die “Land 400 Phase 3”. Das modulare Fahrzeug “Lynx” KF41 verfügt in der Schützenpanzerversion über den digitalen “Lance”-Turm von Rheinmetall.

Andere wichtige Fahrzeugelemente des “Lynx” KF41 werden in Australien von dort ansässigen Unternehmen entwickelt und hergestellt. Hierzu zählen die Lichtmaschine (Milspec in Albury), das Fahrwerk (Supashock in Adelaide) und Kabel (Cablex in Melbourne).

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