Mehr Cyber Crime-Fälle

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In Deutschland hat die Zahl von Cyber-Attacken weiter zugenommen. (Foto: Richard Patterson, CC BY 2.0, www.flickr.com)

In Deutschland hat die Anzahl der Cyber-Attacken auch im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Für das vergangene Jahr verzeichnet das “Lagebild Cybercrime” des Bundeskriminalamtes (BKA) rund 87.000 Cyber Crime-Fälle. Das ist ein Prozent mehr als noch 2017.

Ein Anstieg um rund fünf Prozent auf eine Gesamtzahl von 271.864 Fällen war 2018 auch bei der Zahl der Straftaten zu verzeichnen, bei denen das Internet als Tatmittel genutzt wurde. Außerdem wächst das Gesamtaufkommen der festgestellten Schadsoftware immer weiter an. Dabei müssen Straftäter solche Programme gar nicht selbst entwickeln. Im Sinne von “Crime-as-a-service” kann solche Software im Clearnet, Deepweb und Darknet erworben werden.

Trotz des Anstiegs der Fallzahlen ging der hierzulande durch Cyber Crime verursachte Schaden im letzten Jahr zurück: von 71,4 auf rund 60 Millionen Euro. Allerdings existiert ein erhebliches Dunkelfeld, da zahlreiche Unternehmen Angriffe nicht bei der Polizei anzeigen.

BKA schafft eigene Abteilung

Das BKA arbeitet derzeit am Aufbau einer Cyber Crime-Abteilung. Peter Henzler, Vizepräsident der Behörde, sagte: “Cyber Crime ist ein Massenphänomen, das nicht nur Privatpersonen, sondern auch die Wirtschaft immer stärker trifft.” Cyber-Angriffe seien für Kriminelle ein lohnendes Geschäftsfeld, bei dem sie auch nicht davor zurückschreckten, im Sinne der Profitmaximierung Kritische Infrastrukturen (KRITIS) zu attackieren. Henzler kündigte an: “Künftig wollen wir IT-Spezialisten noch stärker in die kriminalpolizeiliche Arbeit einbinden. Unser Ziel ist klar: Wir wollen mit den Tätern nicht nur auf Augenhöhe sein. Wir müssen ihnen voraus sein, um sie für ihre Taten zur Rechenschaft zu ziehen.”

Das komplette Lagebild findet sich hier.

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