Neue Regelpläne in Berlin

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In Berlin sind neue Regelungen für Parkplätze von E-Scootern erlassen worden. Bisher stehen diese oftmals unkontrolliert auf öffentlichem Straßenland herum. (Foto: Ivan Radic, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat erstmals verbindliche Planungsvorgaben für Lastenrad- und E-Tretroller-Parkplätze erlassen. Die Bezirke der Bundeshauptstadt haben die Pläne bereits erhalten.

Demnach können in Zukunft an allen Straßen, auf denen maximal Tempo 30 gilt, speziell für Lastenräder konzipierte Bügel auf gesicherten Parkplätzen aufgestellt werden. Auch Abstellbereiche für E-Tretroller können in verschiedenen Varianten ausgewiesen werden. Und das sogar an Hauptverkehrsstraßen, sofern dort die entsprechende Geschwindigkeitsbeschränkung gilt.

Die E-Scooter-Parkplätze können, wenn sie entsprechend beschildert sind, auch von Fahrradfahrern genutzt werden. Für beide neuartigen Parkflächen ist die Umwandlung von Autostellflächen zulässig. Auf einem KfZ-Parkplatz können demnach je drei schräg gestellte Lastenfahrradstellplätze eingerichtet werden. Gekennzeichnet sind sie dann sowohl mit Baken als auch mit einem gesonderten Parkschild. E-Scooter können künftig längs geparkt werden. Die entsprechenden Abstellflächen sind dann zwei Meter breit. Senkrechte Parkstände werden dann fünf Meter messen.

Derzeit noch erhebliche Probleme

Bisher ist das Abstellen von elektrischen Tretrollern – nicht nur in Berlin – oftmals ein großes Ärgernis, da die Kleinstfahrzeuge oftmals achtlos im öffentlichen Straßenland zurückgelassen werden. Bisher gilt das Abstellen der Scooter nur in Bremen als kostenpflichtige Sondernutzung des öffentlichen Straßenlandes.

Berlins Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese sagte zu der Neuregelung in der Bundeshauptstadt: “Mit diesen neuen Regelplänen stellen wir berlinweit einheitliche Vorgaben für das Parken von Lastenrädern und E-Scootern auf der Straße sicher.” Für die Tretroller wolle man neue Abstellflächen auf der Fahrbahn schaffen, um die Gehwege frei zu bekommen. Mithilfe der Pläne könnten die einzelnen Bezirke nun mit der konkreten Umsetzung beginnen.

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