Institutsfusion im Gesundheitswesen geplant

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Die Bundesregierung plant für das erste Quartal 2020 eine Fusion im Gesundheitswesen. (Foto: Stephanie Hofschlaeger, www.pixelio.de)

Im ersten Quartal 2020 soll eine Zusammenführung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) erfolgen. Weitere Fusionen im Ressort des Bundesministeriums für Gesundheit sind nicht geplant.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen hervor. Um die Chancen im Gesundheitswesen bestmöglich zu nutzen, soll das DIMDI förmlich in das BfArM eingegliedert werden. In welcher Weise die bestehenden Abteilungen des DIMDI im BfArM zugeordnet werden, sei Gegenstand der laufenden Beratungen. Zum Zeitpunkt der Zusammenführung soll jedoch ein neues Organigramm vorliegen. Ob eine Eingliederung bestehender Register, Datenbanken, Vertrauensstellen, Datensammelstellen und Informationssystemen unter dem Dach des BfArM erfolgt, sei ebenfalls Beratungsthema.

Personalwirtschaftliche Verbesserungen erwartet

Mit der Fusion erhofft die Bundesregierung eine Bündelung der erweiterten Registerstrukturen im deutschen Gesundheitssystem. Darüber hinaus seien Synergieeffekte organisatorischer, fachlicher, informationstechnischer und personalwirtschaftlicher Art ein möglicher Vorteil. Nicht zuletzt sei mit einer Stärkung der Aufgabenwahrnehmung in den Bereichen E-Health und neuer Technologien zu rechnen.

Eine weitere Stärkung werde in der Beschäftigungsstruktur beider Institute erwartet. Zugleich erhofft die Bundesregierung sich eine bessere Abfederung der erkennbaren Altersabgänge und einer Reduktion der teilweise hohen Befristungsquote. Eine Fusion soll schließlich eine Verbesserung der Personalentwicklungsmöglichkeiten in einer größeren Gesamtinstitution sowie einer Steigerung der Personalgewinnungschancen herbeiführen.

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