Immer größere Datenmengen

0
680
Hans-Joachim Koppert, Mitglied im Vorstand des Deutschen Wetterdienstes (DWD), erläuterte Visualisierungsmöglichkeiten von Wetterdaten. (Foto: BS/Feldmann)

Die Menge der Daten, die für eine Wettervorhersage benötigt werden und darin einfließen, wachsen kontinuierlich an. Sie stammen dabei aus verschiedensten Systemen, unter anderem von Satelliten, Wetterstationen sowie Forschungsschiffen. Angesichts der Datenflut wird es immer wichtiger, die Daten effektiv zu visualisieren.

Darauf weist Hans-Joachim Koppert, Vorstand des Geschäftsbereichs Wettervorhersage im Deutschen Wetterdienst (DWD), hin. Denn nur wenn das gelinge und eine sichere Wettervorhersage für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen möglich sei, könne es auch wirksame Wetterwarnungen geben. Schließlich basierten diese auf den Vorhersagen, auch wenn es immer eine Unsicherheit gebe und Wetterwarnungen grundsätzlich nur im Kontext verstanden werden könnten. Um diesen herzustellen, würden zahlreiche Nutzer der DWD-WarnWetter-App die verfügbaren Radardaten betrachten.

Nicht nur Wetterwarnungen

In der Applikation seien im Übrigen nicht nur klassische Wetterwarnungen verfügbar, sondern auch Warnungen vor Sturmfluten, Hochwasserereignissen und Lawinengefahren, erläutert Koppert. Darüber hinaus gebe es Informationen zur aktuellen Wetterlage vor Ort sowie Vorhersagen für die kommenden zwei Stunden und für einen Zeitraum von mehreren Tagen. Die entsprechenden Warnungen würden vom DWD zudem über die Sozialen Medien verbreitet. Dieser Kommunikationsweg werde immer wichtiger, meint DWD-Präsident Prof. Dr. Gerhard Adrian.

Mit Blick in die Zukunft berichtet Koppert, dass der DWD derzeit an der dreidimensionalen Visualisierung von Wetterdaten arbeite. Bisher ist dies nur in zwei Dimensionen möglich. Sollte dies gelingen, könnte Wettervorhersage künftig in Verbindung mit virtueller Realität erfolgen. Ein weiterer Schwerpunkt der künftigen Arbeit des DWD seien Verbesserungen der Wettervorhersagen im Bereich der Kurz- und Kürzestfristen. Dafür werde gerade ein neues Rechenzentrum im Wert von mehr als 100 Millionen Euro beschafft, ergänzt Adrian.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here