Bundesfinanzministerium richtet Task Force gegen Steuergestaltungen ein

0
423
Steuerberater und Rechtsanwälte müssen in Zukunft grenzüberschreitende Steuergestaltungen beim Finanzamt melden. (Foto: MichaelGaida pixabay.com)

Die Task Force gegen Steuergestaltungen soll als Frühwarnsystem der Finanzverwaltung dienen. Informationen über Steuergestaltungen soll systematisch gesammelt und ausgewertet werden. Maßnahmen zur Schließung von Besteuerungslücken und zur Verfolgung von Steuerbetrug sollen mit anderen Behörden, insbesondere den Ländern, koordiniert werden.

„Steuergestaltungen werden immer ausgefeilter und komplexer. Bei grenzüberschreitenden Strukturen werden regelmäßig die Unterschiede der Steuersysteme mehrerer Staaten ausgenutzt. Dies gilt vor allem für Gestaltungsmodelle auf dem Kapitalmarkt, wie Cum-Cum und die Goldfinger-Masche zeigen. Als Folge davon entgehen den Staaten dringend erforderliche Steuereinnahmen in beträchtlichem Umfang”, erklärt Lothar Binding, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Auf Initiative von Bundesfinanzminister Olaf Scholz soll daher eine Task Force gegen Steuergestaltungsmodelle am Kapitalmarkt eingerichtet werden. Sie soll als Frühwarnsystem der Finanzverwaltung dienen. Informationen über Steuergestaltungen und Steuerbetrug sollen systematisch gesammelt und ausgewertet werden. Die Spezialeinheit soll die erforderlichen Maßnahmen zur Schließung von Steuerlücken und zur Verfolgung von Steuerbetrug mit anderen Behörden, insbesondere aus den Ländern, koordinieren.

“Sinnvoll ist die Einrichtung der Task Force auch aufgrund der anstehenden Einführung einer Mitteilungspflicht für grenzüberschreitende Steuergestaltungen. Künftig müssen Steuerberater und Rechtsanwälte grenzüberschreitende Steuergestaltungen an den Fiskus melden”, so Binding weiter.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here