Krisenmanagement im Härtetest

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Franz-Josef Hammerl, Abteilungsleiter Krisenmanagement beim Bundesministerium des Innern, hob im Gespräch mit dem Behörden Spiegel die unabdingbare Koordinationsfähigkeit des Katastrophenschutzes hervor. (Foto: BS/Giessen)

Schneechaos, Waldbrände und Starkregenereignisse sind Phänomene des Klimawandels, die die Gesellschaft bedrohen. Planvolle Lösungen müssen her, damit der Mensch weiterhin sicher und vor allem im Einklang mit der Natur leben kann. Franz-Josef Hammerl, Leiter der Abteilung Krisenmanagement im Bundesministerium des Innern, berichtet im Podcast-Interview mit dem Behörden Spiegel über die sinnvolle Beratung und Koordination der Einsatzkräfte bei Naturkatastrophen und umweltbedingten Lagen größeren Ausmaßes.

Hammerl weiß, dass die Begleiterscheinungen des Klimawandels nur gemeinsam gemeistert werden können, da sie die im Einsatz befindlichen Ressourcen der Katastrophenschützer auf ein Höchstmaß strapazieren. Damit die Kommunikation und Koordination unter den betrauten Organisationen reibungslos funktionieren könne, brauche es einen vermittelnden Plan, der die verschiedenen Ebenen, ob kommunal, Land oder Bund, effektiv einbezöge. Denn um alle Informationen nationaler Katastrophen zu bündeln und zielorientiert aufzubereiten, sei ein zentrales Organisationsmanagement unerlässlich, so Hammerl.

Trumps Spiel mit den Strafzöllen (Kommentar)

Die Sanktionspolitik à la Trump lässt die Wellen der transatlantischen Beziehungen gefährlich höherschlagen. Das Spiel mit den Strafzöllen, welches US-Präsident Donald Trump mit Unnachgiebigkeit praktiziert, trifft die Europäische Union und nicht zuletzt die Exportnation Deutschland hart. Die Welthandelsorganisation (WTO) stärkte kürzlich den Trumpschen Kurs, indem sie die Europäischen Subventionen für Airbus als illegal eingestuft hatte. Profiteur Trump erhielt so einen Freibrief, um Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf europäische Waren mit einem Gesamtwert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben. Was kurios anmutet: Europäische Flugzeugbauer werden nicht sanktioniert, sondern Erzeuger von Gewerbeprodukten wie Käse und Wein. Warum dies so ist, wird vom Herausgeber und Chefredakteur des Behörden Spiegel, R. Uwe Proll, kommentiert.

Mehr Durchblick bei der Beschaffung (Recherche)

Mit rund 500 Milliarden Euro schlägt die öffentliche Beschaffung in den deutschen Haushalten hoch zu Buche. Der größte Teil dieser Summe liegt bei den Ländern und Kommunen, welche 78 Prozent von ihr leisten. Die OECD fordert, dass im Hinblick auf die öffentliche Beschaffung eine verstärkte Koordination notwendig sei, was nur durch eine gezielte Datenerfassung und Datenanalyse gelingen könne. Auch bei der E-Vergabe sei Nachbesserungsbedarf zwingend erforderlich. Eine Datenmanagementstrategie sei empfehlenswert. Wie diese aussehen kann, vermittelt die aktuelle Recherche.

Behördenwissen zum Reinhören

Der Public Sector Insider erscheint ab sofort jeden Dienstagmittag. Zu finden ist er auf der Webseite des Behörden Spiegel. Dort steht er zum Download bereit (https://www.behoerden-spiegel.de/podcast/) und ist auch auf den gängigen Streamingdiensten wie u.a. Apple, Spotify, Deezer und podcast.de erhältlich. Mit rund 20 Hörminuten ist er genau das richtige Format, um zwischen zwei Meetings oder in der Mittagspause News aus dem Public Sector zu erfahren.

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