Passivradar bei NATO-Messkampagne in Polen

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Das Passivradar "TwInvis" bei einer Messkampagne in Polen (Foto: BS/Hensoldt)

Gute Detektionsleistungen zeigte das Passivradar “TwInvis” des Sensoranbieters Hensoldt bei einer Messkampagne der NATO Science and Technology Organization (STO) unter Federführung der polnischen Streitkräfte.

Dazu wurde ein Passivradar-Sensorcluster mit zwei Sensoren an der polnischen Ostseeküste installiert. Bei der Messkampagne kam ein in einen Container integriertes System neben einer Systemvariante, die in einen Van integriert ist, zum Einsatz. “TwInvis” detektierte in der Luft und auf See eine Vielzahl von Zielen, die von Ultraleichtflugzeugen und Kampfflugzeugen bis hin zu ballistischen und Boden-Luft-Raketen reichten. Die erzielten Reichweiten über der Ostseeküste lagen dabei bei bis zu 300 Kilometern. Die Live-Daten aus dem “TwInvis”-Cluster wurden in das polnische MilRad-Netz eingespeist und in einer nahegelegenen polnischen Luftraumüberwachungszentrale analysiert und ausgewertet.

Ein Passivradar fungiert als reiner Empfänger, sendet also nicht selbst, und ortet Flugzeuge mittels Auswertung der am Ziel reflektierten Signale von bereits vorhandenen Fremd-Sendern. “TwInvis” ist nach Unternehmensangaben in der Lage, aufgrund seiner digitalen Empfängertechnologie und spezieller Algorithmen bis zu 16 FM-Sender (analoges Radio), und zusätzlich fünf Frequenzen mit wiederum mehreren beitragenden Sendern von DAB und DAB+ (digitales Radio), sowie DVB-T und DVB-T2 (digitales terrestrisches Fernsehen) gleichzeitig auszuwerten.

Das System ermöglicht so die verdeckte Überwachung weiter Bereiche unter Verwendung vernetzter Empfänger.

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