Chancen der Vielfalt nutzen

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Die Staatsministerin und Integrationsbeauftragte, Annette Widmann-Mauz, sieht große Chancen in der Vielfalt und möchte diese so gut es geht nutzen, auch in der Politik. (Foto: Steffen Junghanß)

Auf der diesjährigen Diversity-Konferenz der Charta der Vielfalt und des Tagesspiegels am 14. und 15. November trafen sich Expertinnen und Experten, um über die Chancen der Vielfalt für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu diskutieren. Von wesentlicher Bedeutung sei es, Menschen mit Einwanderungsgeschichte für den öffentlichen Dienst zu gewinnen, unterstrich Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

25 Prozent der Deutschen hätten einen Migrationshintergrund, so die Staatsministerin weiter. Zudem werde Deutschland immer bunter und vielfältiger. Deshalb müsse für eine ausgewogene Repräsentation des deutschen Volkes im Bundestag gesorgt werden. Aktuell hätten acht Prozent der Abgeordneten einen Migrationshintergrund. Eine Zahl, die die Staatsministerin nicht zufrieden stellt: „Weil wir wissen, was wir versäumen, wenn wir diese Vielfalt nicht nutzen.“

Dazu erklären sich auch immer mehr Institutionen bereit. Rund 3.400 Organisationen und Unternehmen hätten bislang die Charta der Vielfalt unterzeichnet, für die die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel 2006 die Schirmherrschaft übernommen hat. Damit haben sich Unterzeichner selbst verpflichtet, ein Diversity-Management aktiv im eigenen Unternehmen umzusetzen. Die Charta der Vielfalt sei so gefragt wie nie, sie erlebe eine Konjunktur, so Ana-Christina Grohnert, Vorstandsvorsitzende der Charta der Vielfalt. Vielfalt sei ein strategischer Unternehmenswert und ein wichtiger Faktor, um auch in Zukunft als Unternehmen zu bestehen, denn „die Integration der Potenziale schafft Zukunftsfähigkeit“.

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