Deutsche Telekom trennt sich von Huawei

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Null Prozent Huawei im Kernnetz der Deutschen Telekom – innerhalb von zwei Jahren will sich der deutsche Netzanbieter von dem chinesischen Mobilfunkausrüster trennen, der sich harter Kritik wegen möglicher Datenmanipulation durch die eigenen Komponenten erwehren muss. (Foto: Deutsche Telekom)

Nach der lange währenden Diskussion um den chinesischen Mobilfunkausrüster Huawei, kommt nun Bewegung in die Debatte. In einem Zeitraum von zwei Jahren will die Deutsche Telekom ihr Kernnetz von Huawei-Komponenten vollständig befreien. Kritiker befürchten, Huawei würde manipulative Elemente, sogenannte Back Doors, bei der 5G-Technologie implementieren, die die Datensicherheit der Netze gefährden.

US-Präsident Donald Trump, der ein Embargo auf das chinesische Unternehmen verhängt hat, setzt Europa und die deutsche Bundesregierung unter Druck, Huawei bei der 5G-Lizenzvergabe auszuschließen. Vonseiten der Deutschen Telekom heißt es, dass die Entscheidung, sich von Huawei zu trennen, aber nichts mit der US-amerikanischen Politik zu tun habe und argumentiert mit einer planmäßigen Runderneuerung: “Alle drei bis fünf Jahre tauschen wir ohnehin die Technologie aus. Auch US-Hersteller nehmen wir raus – und neue dafür rein.”

Nichts weniger als eine “spektakuläre Wende”

Von Experten wird das Vorgehen der Deutschen Telekom als “spektakuläre Wende in ihrer Einkaufspolitik” interpretiert, denn zukünftig sollen US-amerikanische Unternehmen wie Datenbankanbieter Oracle konsultiert werden. Darüber hinaus sollen nicht mehr wie bisher “schlüsselfertige Lösungen von Huawei” beschafft, sondern zukünftig lediglich Einzelkäufe getätigt werden.

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