Rüsten für die Herausforderungen von morgen

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Um besser für die Herausforderungen von morgen gerüstet zu sein, muss bei Planung und Beschaffung in der EU noch besser koordiniert werden, fordert Pasquale di Bartolomeo, Executive Group Director Sales & Business Development und Managing Director MBDA Italia. (Foto: BS/Stiebel)

Die sicherheits- und verteidigungspolitische Gemengelange ist angespannt und wird zunehmend komplexer, sind sich die Experten auf der Berliner Sicherheitskonferenz 2019 einig. “Krisen und Konflikte entwickeln sich immer unvorhersehbarer. Sicherheitsinteressen gehen zunehmend über altbekannte geostrategische Grenzen hinaus”, betont Alessandro Profumo, CEO bei Leonardo. Hinzu kämen neuartige Bedrohungen im Cyber-Raum und der immer rasantere Wandel von Technologien, wie Pasquale die Bartolomeo, Managing Director bei MBDA Italia ergänzt.

Die verteidigungs- und rüstungspolitischen Antworten können die europäischen Staaten nicht allein geben, sind sich die beiden Vertreter der italienischen Rüstungsindustrie einig. “Es gibt keine Alternative für Europa als die Zusammenarbeit”, so di Bartolomeo. Es brauche stärkere Netzwerke in Industrie, Wissenschaft und Verwaltung. Für Mehr Zusammenarbeit der Streitkräfte in EU und NATO plädierte Profumo. Bei der Beschaffung dürfe es nicht so weitergehen wie bisher. In Zukunft seien Mittel besser zu nutzen, Doppelungen seien zu vermeiden.

“Das erfordert insbesondere noch mehr Integration auf Nachfragerseite”, so Profumo. “Nationale Bedarfe müssen mit der EU-Ebene abgestimmt werden, um Lücken zu schließen und mögliche Synergien bei großen Rüstungsprojekten zu erkennen.”

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