Gefahr noch lange nicht vorbei

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Prof. Seth G. Jones, Berater des Center for Strategic and International Studies in Washington D.C. (ganz links) warnt vor der anhaltenden terroristischen Bedrohung. (Foto: BS/Dombrowsky

Unbestritten eine anhaltende globale Herausforderung und Bedrohung ist der internationale Terrorismus. Die Gefahr durch Dschihadisten sei keineswegs gebannt, unterstreicht Prof. Seth G. Jones, Berater des Center for Strategic and International Studies in Washington D.C. Sowohl Al-Qaida als auch der sogenannte “Islamische Staat” (IS) seien inzwischen global aktive Netzwerke.

In manchen Regionen der Welt seien die Organisationen – trotz weiterhin vorhandener ideologischer Differenzen – sogar parallel tätig, erläutert Dr. Hans-Jacob Schindler, Leitender Direktor bei der gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation “Counter Extremism Project”. Der IS weise im Vergleich zu Al-Qaida jedoch ein professionelleres Auftreten in Sozialen Medien auf.

EU nicht primär zuständig

Da diese insbesondere über mobile Endgeräte aufgerufen würden, werde die “mobile information intelligence” durch die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) immer wichtiger, betont der CEO des Unternehmens Micro Systemation (MSAB), Joel Bollö. Diese Aufgabe falle allerdings – ebenso wie die Strafverfolgung und das nachrichtendienstliche Agieren – vorrangig in den Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Nationalstaaten. Der Europäischen Union komme hier nur eine koordinierende Funktion zu, gab der frühere Direktor von EU INTCEN, Dr. Gerhard Conrad, zu bedenken.

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