Metropolatlas Rhein-Neckar gestartet

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Gaben in Speyer per Knopfdruck den offiziellen Startschuss des Metropolatlas Rhein-Neckar: Ralph Schlusche, Dr. Christine Brockmann und Stefan Dallinger (v.l.) (Foto: BS/MRN GmbH/Schwerdt)

Wie viele E-Ladesäulen gibt es in der Metropolregion Rhein-Neckar? In welchen Gemeinden der Metropolregion leben die meisten Menschen unter 20 Jahren? Oder: Wie ist die Steuereinnahmekraft je Einwohner in den Landkreisen verteilt? Nun können diese und zahlreiche weitere Daten frei zugänglich online recherchiert werden. Die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH hat im Rahmen ihrer 11. Regionalkonferenz “Verwaltung trifft Wirtschaft” in Speyer den “Metropolatlas Rhein-Neckar” offiziell freigeschaltet. Die web-basierte Anwendung ermöglicht es, als zentrale Anlaufstelle jedem Nutzer, Daten aus amtlichen Statistiken oder Crowd-basierten Daten von mehr als 200 Indikatoren in Form von Diagrammen und Karten zu visualisieren.

“Primäres Ziel war die Schaffung einer zentralen Datengrundlage für Entscheidungsprozesse in der Regionalplanung”, erklärte Dr. Christine Brockmann, Geschäftsführerin der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH (MRN), bei der Vorstellung der Anwendung im Rahmen der Regionalkonferenz. “Mit dem ‘Metropolatlas Rhein-Neckar haben wir unser bereits bestehendes Raumbeobachtungssystem konsequent weiterentwickelt und auf diese Weise ein leistungsfähiges, zeitgemäßes Arbeitsmittel geschaffen”, so Dr. Brockmann weiter. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hatte in den vergangenen zwei Jahren eine umfassende Neukonzeption der Anwendung gefördert. “Die interaktive Webseite wird im Fachbereich Digitalisierung und E-Government der MRN GmbH inhaltlich und technisch weiterentwickelt und geht mit der offiziellen Inbetriebnahme in die operativen Hände des Verbands Region Rhein-Neckar (VRRN)”, sagte Verbandsdirektor Ralph Schlusche bei der Freischaltung des Online-Angebots in der Stadthalle Speyer. Die Realisierung dieses Projekts verdeutliche die Möglichkeiten der Zusammenarbeit und das Bestreben, als eine regionale Institution die Ziele der Regionalentwicklung erfolgreich umzusetzen.

Der aktuell recherchierbare Bestand an Themenkarten und Statistiken bietet den Nutzern konkrete Hilfestellung bei der Betrachtung vielschichtiger Aspekte der Regionalentwicklung: Verwaltungen können im direkten Vergleich ihren Status Quo innerhalb der Region bestimmen. Unternehmen, Investoren und Gründer finden nützliche Daten zur Standortbestimmung oder -suche.

Diskutierten auf der MRN-Regionalkonferenz den Stand und die Perspektiven des E-Government in der Metropolregion Rhein-Neckar: Eberhard Wurster (Abteilungsleiter im DigitalisierungsministeriumBaden-Württemberg), Dr. Christine Brockmann (Geschäftsführerin MRN GmbH), Randolf Stich (Staatssekretär im Innenministerium Rheinland-Pfalz und Landes-CIO), Thomas Wieland (E-Government-Verantwortlicher des Landkreises Bergstraße) und Moderator Guido Gehrt (Behörden Spiegel). (Foto: BS/MRN GmbH/Schwerdt)

Anspruch der Metropolregion Rhein-Neckar ist es, als eine der attraktivsten und wettbewerbsfähigsten Regionen Europas anerkannt zu sein und als fortschrittlich, engagiert und lebenswert wahrgenommen zu werden. Der Metropolatlas Rhein-Neckar ermöglicht den Vergleich mit den zehn anderen Metropolregionen Deutschlands und stellt auf diese Weise eine verbesserte Vergleichbarkeit für verschiedene Themenfelder her.

Für die Vorstellung des Metropolatlas Rhein-Neckar nutzte die MRN bewusst ihre mittlerweile 11. Regionalkonferenz “Wirtschaft trifft Verwaltung”. Seit 2010 gehört die Region deutschlandweit zu den Vorreitern in Bezug auf die Entwicklung und Erprobung neuer und innovativer Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung und treibt deren interkommunale Kooperation durch ihre Projekte voran. Stefan Dallinger, Vorsitzender des Verbands Region Rhein-Neckar (VRRN) sagte: “Dieses Event der Metropolregion Rhein-Neckar dient zur Bestimmung des Ist-Zustands bei der Digitalisierung und Vernetzung in Kommunen und öffentlichen Verwaltungen. Zudem erfordern die aktuellen Herausforderungen, wie zum Beispiel das Onlinezugangsgesetz, eine engere Zusammenarbeit in der Region”.

Auch auf dieser Konferenz war das Onlinezugangsgesetz (OZG) für die rund 200 Teilnehmer ein Schwerpunktthema. Im Zusammenspiel von Bauwirtschaft und Baubehörden bieten sich durch das OZG neue Möglichkeiten, die Marco Brunzel, Fachbereichsleiter Digitalisierung und E-Government der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, aufzeigte.

Mit der Vorstellung eines “Digitalisierungslabors” wurde durch die MRN-Projektleiterinnen Stephanie Schmidt und Patricia Müllner zusammen mit Dr. Rubina Zern-Breuer von der Deutschen Universität für Verwaltung Speyer der Umgang mit den anstehenden mittel- und langfristigen Herausforderungen für Verwaltungen aus dem Onlinezugangsgesetz in der Region erläutert.

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