Bewerberlage nicht einfach

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Jürgen Mathies (Mitte), Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Innenministerium, steht Prämienzahlungen an bestimmte Berufsgruppen skeptisch gegenüber. (Foto: BS/Dombrowsky)

Auch für die nordrhein-westfälische Polizei ist es nicht einfach, alle offenen Stellen mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Derzeit würden zwar fünf Jahre lang jeweils 500 Tarifbeschäftige und Verwaltungsbeamte eingestellt. Auch würden mehrere Hundert IT-Fachkräfte gesucht. Gerade diese seien aber nicht leicht zu finden.

Das erklärte Jürgen Mathies, Staatssekretär im Düsseldorfer Innenministerium. Problematisch sei unter anderem, dass sich das Land hier in einer Konkurrenzsituation zu anderen Arbeitgebern aus dem Öffentlichen Dienst befände. Dazu gehören etwa die Kommunen und der Bund. Geld sei allerdings für die Bewerber nicht immer alles, so der Staatssekretär. “Es geht auch um den Sinn einer Arbeit und die Werte, die dahinterstehen. Und das macht mir Hoffnung, dass wir die Menschen bekommen können”, sagte Mathies. Prämienzahlungen sieht er jedoch skeptisch. “Wenn jemand mit einem IT-Label auf der Stirn 1.000 Euro mehr bekommt, was denken dann die anderen Kolleginnen und Kollegen, die auch gute Arbeit leisten?” Es mache keinen Sinn, Ellenbogenmentalitäten zu etablieren.

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