Thüringer Landesdatennetz zertifiziert

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Das Landesdatennetz Thüringens ist nach neuem Standard zertifiziert. (Foto: Thüringer Finanzministerium)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) zertifizierte das Landesdatennetz des Landes Thüringen nach dem neuen BSI-Standard 200-2. Damit ist Thüringen das erste Bundesland mit diesem Standard.

Das konvergente Sprach- und Datennetz des Freistaats bekommt das Zertifikat nach der internationalen Norm ISO/IEC 27001 auf Basis des IT-Grundschutzes. Das BSI nahm bei der Zertifizierung die zentralen Server-, Speicher-, und Netzwerkkomponenten als auch die Gebäude und die Administrationsumgebung ab.

Der Zertifizierungsprozess konnte nach rund neun Monaten abgeschlossen werden. Dabei wurden Verfahren überarbeitet und neu modelliert. Dies umfasste über 50 Bausteine des Grundschutzkompendiums sowie 120 Konzeptionen und Dokumente. Das neue BSI-Zertifikat behält seine Gültigkeit bis zum Jahr 2022 und muss jährlich überprüft und bestätigt werden.

Effizienter Schutz nötig

Das Landesdatennetz (Corporate Network Freistaat Thüringen – CNFT) ist ein verschlüsseltes Weitverkehrsnetz mit dem integrierten Dienst für Telefonie über Internet (VoIP). Es wird von rund 150 Behörden und Einrichtungen des Landes Thüringen genutzt, bei denen 21.500 Mailanschlüsse eingebunden sind.

Dass ein effizienter Schutz nötig ist, zeigte schon allein die Statistik des Mailgateway im November. Über 74.000 Mail wurden als SPAM erkannt sowie über 6.200 Mail mit Schadsoftware identifiziert und abgewiesen.

Thüringens Finanzstaatssekretär und CIO Dr. Hartmut Schubert sagte zur Zertifizierung: “IT-Sicherheit gehört zur Grundausstattung jeder Behörde! Der Spamfilter gehört zum Dienst-PC wie der Stuhl zum Schreibtisch.” Er forderte aber auch die Kommunen auf, die eigenen Bemühungen zu verstärken und flächendeckend voranzugehen.

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