Damit Ausbildung wieder attraktiver wird

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Auf den Ausbildertagen 2020 in Berlin dreht sich alles um die Gestaltung einer attraktiven und zukunftsfähigen Berufsausbildung (Bildmontage: iStockphoto.com/Milkos, iStockphoto.com/bjdlzx)

Unter dem Motto „Ausbildung im Wandel“ thematisiert das 5. Deutsche Ausbildungsforum am 19. und 20. Februar 2020 in Berlin die Erfolgsfaktoren einer attraktiven und zukunftsfähigen Berufsausbildung. Die Pre-Konferenz NEXTLEARN zeigt praktische Wege zur Einführung des digital gestützten Lernens in der Ausbildung.

Wie bereiten wir Auszubildende auf Jobs vor, die gegenwärtig noch gar nicht existieren? Wie auf die Nutzung von Techniken, die erst noch entwickelt werden? Berufsbildungsexperten sind sich weitgehend einig: Die Auszubildenden von heute brauchen dafür nicht nur Wissen und Fertigkeiten, sondern vor allem berufliche Handlungskompetenz. Wie diese in der Ausbildung gezielt gefördert werden kann, ist ein Schwerpunktthema auf dem 5. Deutschen Ausbildungsforums in Berlin.

Neben der Gestaltung einer kompetenzorientierten Ausbildung stehen viele weitere Themen auf dem Programm des Forums: Insgesamt können die Teilnehmer aus 10 verschiedenen Fachforen wählen – vom Einsatz eignungsdiagnostischer Tools zur Bewerberauswahl über die Umsetzung der Lernprozessbegleitung in der Ausbildung bis hin zur Entwicklung von Ausbildungskennzahlen. 

Eltern als Zielgruppe im Ausbildungsmarketing

In einem Themenspecial soll darüber hinaus der Blick für den zunehmenden Einfluss der Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder geschärft werden. Hierzu präsentiert Lydia Malin vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erhellende Studienergebnisse. Anschließend erörtert eine Podiumsdiskussion, wie Ausbildungsbetriebe auf das steigende Engagement der Eltern reagieren können.

Digital gestütztes Lernen in der Ausbildung

Am Vortag des 5. Deutschen Ausbildungsforums findet zum zweiten Mal die Konferenz NEXTLEARN statt. Auf der NEXTLEARN 2020 dreht sich alles um die Frage, wie Ausbildungsbetriebe E-Learning einführen können.

Das Lernen mit Apps und Tools ist attraktiv, sowohl für Bewerber und Azubis als auch für Ausbilder. Aber welche Schritte sind nötig, um das analoge Lernen durch digitale Lernformen zu ergänzen oder zu ersetzen?  Wie bringt man ein solches Projekt ins Rollen und wen bezieht man in die Planung mit ein?  Lutz Goertz vom Essener mmb Institut für Medien- und Kompetenzforschung stellt auf der Konferenz einen Ablauf in 10 Schritten vor, wie das digital gestützte Lernen erfolgreich eingeführt werden kann.

Praxisberichte zur Einführung von E-Learning

Profitieren können die Veranstaltungsteilnehmer von den Erfahrungen anderer Unternehmen. So berichten die Arburg GmbH & Co. KG, ein führender Hersteller von Spritzgießmaschinen, die Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk und das Forschungszentrum Jülich GmbH, wie sie digitales Lernen in ihrer Ausbildung erfolgreich eingeführt haben und welche Hürden dabei zu überwinden waren. Intensiv erörtert werden in diesem Zusammenhang auch rechtliche Fragen.

Digitale Lernmaterialien und Werkzeuge

In einem Tool-Slam präsentieren Anbieter außerdem neue digitale Werkzeuge für das berufliche Lernen. In einem abschließenden Special wird gezeigt, welche nützlichen offenen Bildungsmaterialien für die Berufsausbildung zur Verfügung stehen und wie diese sog. Open Education Resources (OER) in der Praxis eingesetzt werden können.

Veranstaltet wird die Konferenz NEXTLEARN von AUBI-plus in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Weitere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit sind im Internet zu finden unter www.deutsches-ausbildungsforum.de und www.nextlearn.de.

Verfasser des Gastbeitrages ist Dieter Sicking, Geschäftsführer Zertifizierung und Qualifizierung bei der AUBI-plus GmbH.

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