Elf Mio. Euro für Militärmusik

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Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und zu Benefizzwecken geben die Heeresmusikkorps zahlreiche Konzerte. (Foto: David Mark, pixabay.com)

Die Gesamtkosten für die 14 Musikkorps und die Big Band der Bundeswehr beliefen sich 2019 ohne Personalkosten auf rund 10,98 Millionen Euro. Für Instrumente und Noten wurden davon rund 800.000 Euro in 2019 ausgegeben. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/15282) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/14590) hervor. Nicht enthalten in der Kostenaufstellung ist das Marinekorps Wilhelmshaven, das am 1. Oktober 2019 aufgestellt wurde.

Die Bundeswehr unterhält 15 Heeresmusikkorps (davon eine Big Band), die alle dem Zentrum Militärmusik der Bundeswehr unterstellt sind. Nach Ansicht der Fraktion die Linke ist es “weder effizient noch einer friedlichen Gesellschaft förderlich, dass die Bundeswehr solche Musikkorps unterhält.” Sie würden dem Ziel einer weiteren Militarisierung der Gesellschaft durch Imagewerbung für die Bundeswehr dienen. Musik sollte kein Instrument des Militärs sein, sondern dem Frieden und der Abrüstung dienen, erklärten die Antragsteller in ihrer Kleinen Anfrage.

Die Bundesregierung betont hingegen, dass die Militärmusik ein “unverzichtbarer Integrationsfaktor innerhalb der Truppe, zwischen Truppe und Bevölkerung sowie für die internationale Zusammenarbeit” sei. Militärmusik sei grundlegender Bestandteil des militärischen und diplomatischen Protokolls. Im Ausland und in den Einsatzgebieten stelle sie ein Stück emotional fühlbarer und erfahrbarer Heimat dar und nehme die Rolle eines kulturellen Botschafters Deutschlands wahr. Militärmusik pflegt überliefertes Kulturgut und genieße große Wertschätzung in der Bevölkerung. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit fördere Militärmusik die Identifikation mit der Bundeswehr und ihre Verankerung in der Gesellschaft.

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