Ministerreise in Einsatzgebiete der Bundeswehr

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Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer beim gemeinsamen Statement mit dem italienischen KFOR-Kommandeur Generalmajor Michele Risi (Foto: BS/Bundeswehr/Sebastian Nothing)

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ist Anfang Dezember zu einer mehrtägigen Auslandsreise aufgebrochen. 13.000 Kilometer in vier Tagen waren zurückzulegen. Die Stationen sind Kroatien, das Kosovo und Afghanistan gewesen.

Die Reise der Ministerin führte sie zunächst nach Kroatien. Das Land an der Adria ist ein wichtiger Partner für Deutschland und hat als Mitgliedsstaat von Europäischer Union und Atlantischer Allianz eine zentrale Bedeutung für die Stabilität und Entwicklung in ganz Südosteuropa. Im kroatischen Split traf Kramp-Karrenbauer am 1. Dezember auf ihren Amtskollegen Damir Krstičević.

Als nächstes reihte sich ein Besuch der Soldaten des deutschen Einsatzkontingentes KFOR (“Kosovo Force”) als Bestandteil der NATO-Mission in die kosovarische Hauptstadt Pristina in die Reiseplanung Kramp-Karrenbauers ein. Mittlerweile sind nur noch 65 deutsche Soldaten (Stand Ende November) in dem kleinen Balkanland stationiert.

Dort traf sie unter anderem mit dem italienischen KFOR-Kommandeur, Generalmajor Michele Risi, in dessen Hauptquartier zusammen. Die Regierung in Rom beteiligt sich aktuell mit rund 550 Soldaten an der multinationalen Stabilisierungsmission.

Der Einsatz der KFOR-Truppen sei in den vergangenen 20 Jahren, so Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer bei ihrem Besuch beim deutschen Kontingent, ein “enormer Erfolg” gewesen. Er habe dazu beigetragen, “Frieden und Stabilität in diese Region zu bringen” und sichtbare Fortschritte herbeigeführt. Doch gebe es weiterhin bleibende sowie neue Herausforderungen, welche sich anbahnten und welche es politisch zu lösen gelte.

Die dritte und letzte Station auf der Reise der Verteidigungsministerin war das deutsche Einsatzkontingent als Bestandteil der NATO-Ausbildungsmission “Resolute Support” in Afghanistan. Zum Auftakt war sie in Masar-i Scharif. Dort, im Norden des Landes, ist das Gros der 1.292 deutschen Soldaten stationiert, die am Hindukusch Dienst leisten. Diese unterstehen dem “Train-Advise-Assist Command (TAAC)/North”. Kommandeur ist zur Zeit der deutsche Brigadegeneral Jürgen Brötz. Ziel der Bundeswehr-Präsenz sei es, “Frieden und Stabilität in Afghanistan zu schaffen”, betonte Kramp-Karrenbauer. In der afghanischen Hauptstadt traf sie dann u.a. mit dem parteilosen Präsidenten Ashraf Ghani zum politischen Meinungsaustausch zusammen. Beim Besuch der Truppe in Kundus sagte sie, dieser Ort mache deutlich, welch hohen Preis die Bundeswehr und die dort eingesetzten Soldaten sowie deren Angehörige bezahlt hätten. Die gesamte Region zähle nach wie vor zu den am meisten umkämpften und sei deshalb besonders gefährlich.

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