Globale Strategie für grünen Wasserstoff

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Das BMU hat eine globale Wissens- und Vernetzungsplattform für synthetische Energieträger aus Ökostrom gegründet. (Foto: geralt, pixabay.com)

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kündigte auf der Weltklimakonferenz in Madrid den Aufbau eines Power-to-X-Sekretariats an. Dieses soll künftig als Plattform für ein internationales Power-to-X-Netzwerk bilden.  Ziel ist der Ausbau der Zusammenarbeit zu nachhaltigen synthetischen Brenn-, Kraft- und Grundstoffen aus Ökostrom (Power-to-X).

Für tatsächlich nachhaltige Energieträger ist es entscheidend, dass als Ausgangsprodukt zunächst “grüner” Wasserstoff aus Wind- und Sonnenenergie hergestellt wird. Ziel der Initiative ist vor allem, den weltweiten Wissensaustausch zu verbessern, Klimaschutzpotentiale dieser Produkte besser zu bestimmen und gemeinsam die Nachhaltigkeitskriterien für deren Einsatz zu entwickeln. Svenja Schulze betont: “Wir brauchen eine weltweite Strategie für die Herstellung synthetischer Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus Ökostrom. Diese können perspektivisch national wie international einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und für den Aufbau einer klimaneutralen Wirtschaft leisten. Wir müssen jetzt die Kriterien setzen, mit denen wir einen umwelt- und klimafreundlichen Einsatz sichern – und zwar global. Wir dürfen nicht die Fehler wiederholen, die einst bei den Biokraftstoffen gemacht wurden. Damit das gelingt, müssen wir weltweit zusammenarbeiten. Darum wollen wir eine Plattform schaffen und ein internationales Netzwerk aufbauen. Das Power-to-X-Sekretariat ist hierfür der Ausgangspunkt.”

Um die weltweite Vernetzung zu stärken, die Klimaschutzpotentiale synthetischer Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus Ökostrom darzustellen und international eine Diskussion über Nachhaltigkeitsstandards zu führen, hat das Bundesumweltministerium (BMU) die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) damit beauftragt, die internationalen Power-to-X-Aktivitäten unter einem Dach zu verzahnen und auszubauen. Konkret sollen Fragen rund um die Themen Energieeffizienz und Ressourcen, Potentiale und Machbarkeit, Zeitrahmen zur Herstellung marktreifer Produkte, Aufbau von lokalen Wertschöpfungsketten sowie Finanzierungskonzepte geklärt werden. Das Power-to-X-Sekretariat mit Sitz in Berlin soll dazu in Deutschland und global mit Kooperationspartnern zusammenarbeiten, aufbauend auf bereits bestehenden Projekten und Kooperationen des Bundesumweltministeriums – wie etwa mit Institutionen aus Marokko, Südafrika und Chile.

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