Politik muss liefern

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Heiko Teggatz ist neuer Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft. Er folgt auf Ernst G. Walter, der nicht noch einmal kandidierte und zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde. (Foto: BS/Fieseler)

Heiko Teggatz steht ab sofort an der Spitze der DPolG Bundespolizeigewerkschaft. Er tritt die Nachfolge Ernst G. Walters an. Im Behörden Spiegel-Interview erläuterte er seine Ziele innerhalb der Gewerkschaft und gegenüber den politisch Verantwortlichen. Er hat sich einiges vorgenommen. Die Fragen stellte Marco Feldmann.

Behörden Spiegel: Herr Teggatz, Sie sind neuer Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft. Welche Themen stehen ganz oben auf Ihrer Agenda?

Teggatz: Der Vorstand unserer Gewerkschaft wird künftig teamorientiert arbeiten. Wir werden innerhalb des Vorstandes Fachkommissionen zu unterschiedlichen Themen bilden und uns dazu auch Expertise von der Basis holen. Wir wollen vor allem die Erfahrungen der Kollegen stärker einbinden. Die jeweilige Fachkommission baut sich jedes Vorstandsmitglied dabei eigenverantwortlich auf. Nur so ist sichergestellt, dass Gewerkschaftsarbeit an der Basis für die Basis erfolgt.

Behörden Spiegel: Das betraf jetzt den innerorganisatorischen Bereich. Welche Forderungen stellen Sie nach außen hin auf, in Richtung der Politik?

Teggatz: Die Politik hat bei der Bundespolizei noch einen Schuldschein einzulösen. Wir verlangen unter anderem, die Ruhegehaltfähigkeit der Polizeizulage wieder einzuführen und die Wochenarbeitszeit bei der Bundespolizei von derzeit 41 auf 38,5 Stunden abzusenken. Außerdem wollen wir, dass die Lebensarbeitszeitgrenze bei der Bundespolizei von 62 auf 60 Jahre gesenkt wird.

Behörden Spiegel: Was verlangen Sie noch?

Teggatz: Wir fordern darüber hinaus die Zahlung von Zulagen für szenekundige Beamte sowie für Diensthundeführer mit Sprengstoffspürhunden. Außerdem müssen die Erschwerniszulagenverordnung reformiert und der Fehlbestand an Führungs- und Einsatzmitteln bei der Bundespolizei rasch ausgeglichen werden. Hierfür braucht es unter anderem die Einstellung zusätzlicher Tarifbeschäftigter in der Verwaltung der Bundespolizei, insbesondere im Beschaffungsbereich. Und last but not least müssen die Liegenschaften der Bundespolizei deutlich ertüchtigt werden.

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