Neue Studie zur Relevanz des Cloud Computings für Kommunen

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Prof. Dr. Dirk Heckmann bei der Präsentation der Studienergebnisse. (Foto: bay-innovationsstiftung)

Kommunen können und sollen künftig bei Verwaltungsarbeiten auf IT-Outsourcing in Form von Cloud Computing zurückgreifen, so die Empfehlung von “C3 Compliant Community Cloud”, eine Studie der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Zwar Hänge die Nutzung der Technologie mitunter stark vom vorliegenden Einzelangebot ab, datenschutzrechtliche Vorgaben, wie man sie etwa dem DSGVO entnehmen könne, lieferten aber einen Leitfaden mit praktischer Relevanz.   

Vorgestellt wurde die Studienergebnisse durch Prof. Dr. Dirk Heckmann, der seit Oktober 2019 den Lehrstuhl für Recht und Sicherheit der Digitalisierung an der Technischen Universität München innehat. Heckmann, der “C3 Compliant Community Cloud” im Austausch mit kommunalen Spitzenverbänden erstellt hat, wies dabei auf den enormen Mehrwert hin, den IT-Outsourcing in Form von Cloud Computing für den kommunalen Bereich biete. Zur gegenwärtigen Zeit seien Cloud Computing Technologien eine zentrale Komponente, um die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung voranzubringen. Die Vorteile seien nicht nur wirtschaftlicher Natur, sondern ließen sich auch durch Effizienzsteigerungen begründen, was gerade für Kommunen mit begrenzten Ressourcen einen erheblichen Gewinn darstelle.  

Risiken vergleichsweise gering

Gemessen an den Vorzügen seien die Gefahren bei der Datenauslagerung vergleichsweise gering, davon abgesehen bestünden rechtliche und technische Risiken auch bei der lokalen Verarbeitung. Ein Grund für die relative Sicherheit: die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Zwar werde der Datenschutz oftmals als bürokratische Last empfunden, stelle aber den notwendigen Rahmen, um im konkreten Fall, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Heckmanns Fazit: „Datenschutz ist nicht das Problem, sondern die Lösung, wenn man einen interdisziplinären Blick auf den Sachverhalt hat.“ Alles Weitere hänge vom Einzelangebot ab. Vorzuziehen seien dabei stets solche Angebote, die auf Private oder Community Clouds mit klarer Zuordnung der Server und Prozesse setzten. Unter Beachtung von vergabe- und haushaltsrechtlichen Bindungen sowie fachkundigen Wirtschaftlichkeitsberechnungen seien entsprechende Angebote hier sorgfältig zu prüfen, heißt es vonseiten der Studienmacher.

Im Jahr 2010 als gemeinnützige Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet, fördert die Innovationsstiftung Bayerische Kommune vielversprechende IT-Projekte und Forschungsvorhaben, deren Ziel die Verwaltungsunterstützung ist. An ihrer Gründung beteiligt waren u.a. die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) und vier kommunale Spitzenverbände.

Einen Praxisleitfaden der Studie findet sich hier (https://www.bay-innovationsstiftung.de/fileadmin/docs/IBK_leitfaden_c3_sicheres_it_outsourcing_fuer_kommunen_.pdf). Weitere Projektergebnisse sind auf der Homepage einzusehen.

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