“Schon mitten im Cyber-Krieg”

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"Militärische Abschreckung muss in jeder Domäne, d.h. auch im Cyber-Raum, möglich sein", so Generalleutnant Michael Vetter, Abteilungsleiter CIT im BMVg. (Foto: BS/Portugall)

Russland und die Volksrepublik China seien im Cyber-Raum aktiv, um dort Überlegenheit zu erlangen”, so Generalleutnant Michael Vetter, Abteilungsleiter Cyber und Informationstechnik (CIT) im BMVg, gestern auf der Cyber Defence Conference der DWT in Bonn. Wie erfolgreich digitale Angriffe sein können, habe das russische Militär bei Operationen in der Ostukraine eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Dass auch die Bundeswehr schon längst Opfer von “Fake News” und Desinformation ist, zeige sich besonders bei NATO-Einsätzen im Baltikum. Jüngstes Beispiel: Auf You Toube sei zu “sehen”, wie deutsche Panzer dort einen jüdischen Friedhof zerstörten, so General Vetter.

“Der Cyber-Bedrohungsraum wird immer größer”, betonte Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Deshalb solle u.a. das Nationale Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ) mit Sitz in Bonn, an dem von Seiten der Bundeswehr der Militärische Abschirmdienst mitwirkt, deutlich ausgebaut werden.

“Wir befinden uns schon mitten im Cyber-Krieg”, so Dirk Backofen, Vorsitzender des Cyber Security Clusters Bonn und Leiter der Telekom Security. Doch nicht nur die “üblichen Verdächtigen” wie Russland, China und Nordkorea seien als Hauptangreifer an der Cyber-Front gegen westliche Staaten besonders aktiv, dies gelte auch für Staaten wie den Iran und Syrien, so der Dipl.-Ing. für Informationstechnik. Also steckt das Mullah-Regime in Teheran nicht nur Cyber-Angriffe wie Stuxnet ein, sondern teilt offenkundig auch kräftig aus.

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