Stadtwerke Schweinfurt testen Brennstoffzellen-Heizung

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Die Stadtwerke Schweinfurt wollen die Energiewende weiter vorantreiben und testen dafür die Brennstoffzelle als stromerzeugendes Heizsystem. (Foto: TBIT, pixabay.com)

Die Brennstoffzellen-Technologie bietet die Möglichkeit, aus Wasserstoff Wärme und Strom zu erzeugen und dabei hohe Wirkungsgrade zu erzielen. Dies testen die Stadtwerke Schweinfurt in einem ersten Contracting-Projekt. Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz, welches als “kalte Verbrennung” bezeichnet wird.

“Die Brennstoffzellen-Heizung arbeitet dabei nach dem Prinzip der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Im Gegensatz zu anderen KWK-Technologien wie BHKW funktioniert dies aber nicht über die klassische Verbrennung, sondern über eine elektrochemische Reaktion, bei der Wasserstoff mit Sauerstoff reagiert und dabei Wärme und Strom entstehen”, erläutert Andreas Göb, Bereichsleiter Technik bei den Stadtwerken Schweinfurt. Da es in Deutschland noch kein Wasserstoffleitungsnetz gebe, sei für den Betrieb der Brennstoffzellen-Heizung ein Gasanschluss nötig.

Mithilfe eines Reformers wird der Wasserstoff aus Erdgas abgespalten und für die “kalte Verbrennung” genutzt. Der gewonnene Gleichstrom wird zu Wechselstrom umgewandelt und kann danach direkt als Eigenstrom im Haushalt genutzt werden. Ein eventueller Strom-Überschuss wird in das Stromnetz eingespeist. Die entstehende Wärme und der Wasserdampf werden für Heizung und Warmwasser im Haushalt verwendet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärt, dass das bestehende Gasnetz Wasserstoff in vielen Gebieten bereits bis zu zehn Prozent aufnehmen könne. Zukünftig könne die Gasinfrastruktur aber auf noch größere Mengen ertüchtigt werden. So könne Wasserstoff in der Gasinfrastruktur gespeichert und über die vorhandenen rund 484.500 Kilometer Gasnetz transportiert werden, heißt es vom Verband.

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