Kölner Vollstreckungsbeamte im Dienst tödlich verletzt

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Die Stadt Köln trauert um einen Mitarbeiter ihrer Kämmerei, der im Dienst tödlich verletzt wurde. (Foto: Blendfrei, pixabay.com)

In Köln wurde ein Mitarbeiter der Kämmerei vergangenen Freitag während seiner Diensttätigkeit angegriffen und erlag seinen Verletzungen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker kündigte mehr Schutz für die Mitarbeiter an.

Der Vollstreckungsbeamte suchte vergangenen Freitagvormittag zusammen mit einer Kollegin in Köln-Dünnwald wegen offener Geldforderungen den 60-jährigen Tatverdächtigen in einem Mehrfamilienhaus auf. Hierbei soll der 60-Jährige die Angestellten der Kämmerei mit einem Messer angegriffen und dem 47-Jährigen die tödliche Verletzung zugefügt haben. Die Mitarbeiterin, die zusammen mit ihm im Einsatz war, blieb körperlich unverletzt.

Kölns Oberbürgermeisterin Reker zeigte sich erschüttert: “Dass einer unserer Kollegen im Einsatz für unsere Stadt durch einen Angriff sein Leben verloren hat, macht mich zutiefst betroffen und erfüllt mich mit großer Trauer”, so Reker. Die Verrohung unserer Gesellschaft scheine keine Grenzen mehr zu kennen. “Als Stadt werden wir alles dafür tun, dass sich unsere Mitarbeitenden noch sicherer fühlen können – daher werden wir uns gründlich anschauen, was wir noch mehr tun können, auch wenn wir wissen, dass es eine absolute Sicherheit nie geben wird.”

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand gibt es Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte an einer schweren psychischen Erkrankung leidet und zum Zeitpunkt der Tat schuldunfähig war. Die Staatsanwaltschaft Köln hat die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. Bereits im März dieses Jahres soll der Beschuldigte zuhause eine städtische Mitarbeiterin mit einem Schraubendreher attackiert und leicht verletzt haben. Zur Klärung der genauen Tatabläufe hat die Polizei Köln eine Mordkommission eingesetzt.

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