Knapp zwei Prozent mehr Pensionäre als im Vorjahr

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Seit 1999 hat sich die Zahl der Pensionäre im Öffentlichen Dienst stark erhöht. Der Großteil der Neupensionäre des Jahres 2018 schied mit durchschnittlich 63 Jahren und 8 Monaten aus dem aktiven Dienst aus. (Foto: pasja1000, pixabay.com)

Am 1. Januar 2019 gab es rund 1,3 Millionen Pensionärinnen und Pensionäre im Öffentlichen Dienst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mittteilt, waren das 1,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Pensionäre erhielten im Januar 2019 durchschnittlich 2.970 Euro brutto Ruhegehalt. Zusätzlich bezogen rund 376.900 Hinterbliebene Versorgungsleistungen (-0,2 Prozent). Die Ausgaben für Pensionen der ehemaligen Staatsbediensteten beliefen sich 2018 auf 46,5 Milliarden Euro und damit rund 1,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für die Hinterbliebenenversorgung wurden 7,6 Milliarden Euro aufgewendet.

Weniger Pensionierungen beim Bund

Im Bereich des Bundes gab es am 1. Januar 2019 insgesamt 0,5 Prozent weniger Pensionäre als im Vorjahr. Grund sei die rückläufige Zahl der Beamten der Deutschen Bundesbahn und der Post. Bei den Kommunen stieg die Zahl der Pensionäre gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent, im Landesbereich um 3,2 Prozent.

Der Schuldienst des Landesbereichs bildet mit 32,9 Prozent aller Pensionäre die größte Gruppe der Ruhegehaltsempfänger. Die ehemaligen Beamten der Deutschen Bundesbahn und der Post stellen mit 22,6 Prozent die zweitgrößte Gruppe. Die übrigen Empfänger von Ruhegehalt verteilen sich auf den restlichen Bundes- (elf Prozent) und Landesbereich (24,8 Prozent) sowie auf den kommunalen Bereich (7,2 Prozent) und die Sozialversicherung (1,4 Prozent).

Viele Pensionierungen bei Lehrern

Seit 1999 hat sich die Zahl der Pensionäre stark erhöht (+56,2 Prozent). Dieser Anstieg sei laut Destatis auf die hohe Zahl an Pensionierungen von Lehrern zurückführen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren eingestellt wurden. Aufgrund steigender Schülerzahlen infolge des Babybooms und des Trends zu höheren Schulabschlüssen war damals der Lehrkräftebedarf gestiegen. “Die Verbeamtungen der späten 1970er-Jahre werden voraussichtlich auch noch in den kommenden Jahren für eine hohe Zahl an Pensionierungen sorgen”, teilt das Statistische Bundesamt mit. Im Schuldienst des Landesbereichs habe sich die Zahl der Ruhegehaltsempfänger in den vergangenen 20 Jahren fast verdreifacht.

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