Broemme geht in den Ruhestand

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THW-Präsident Albrecht Broemme (Mitte) tritt zum Jahresende in den Ruhestand. Er freut sich vor allem auf etwas mehr freie Zeit. (Foto: BS/Dombrowsky)

Der Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), Albrecht Broemme, geht zum Jahresende in den Ruhestand. Er stand 13 Jahre lang an der Spitze der Hilfsorganisation des Bundes. Zuvor war er Landesbranddirektor Berlins gewesen. Die Nachfolge Broemmes tritt Gerd Friedsam, bisheriger THW-Vizepräsident, an.

Broemme hat schon lange eine Verbindung zum THW. Er erläutert: “Ich habe vor 50 Jahren als ehrenamtlicher THW-Helfer angefangen.” Über seinen derzeitigen Posten sagt Broemme: “Ich habe einen Beruf, der mir Spaß macht, der bezahlt und allgemein gut angesehen wird.” Außerdem könne er als THW-Präsident auch etwas für den Zusammenhalt der Gesellschaft tun.

Von sich selbst sagt Broemme, dass er “ein großer Freund von Teamarbeit” sei. Auf diese komme es im Bevölkerungsschutz ganz besonders an. Mit Blick auf seine Präsidentschaft lobt er: “Das THW war schon immer gut aufgestellt im Bereich Flüchtlinge. Was wir aber besonders in der Flüchtlingskrise 2015 geleistet haben, darauf bin ich mächtig stolz.” Außerdem sei es gelungen, die Bundesanstalt “aus einer chronischen Unterfinanzierung herauszuholen”. Der Haushaltsansatz des THW sei in den vergangenen Jahren massiv erhöht worden. Broemme unterstreicht: “Der finanzielle Gürtel ist nicht mehr ganz so eng.”

Es hat sich einiges getan

Darüber hinaus sei es gelungen, ehrenamtliche THW-Helfer von einigen Verwaltungsaufgaben zu entlasten. So erfolge die Prüfung von Einsatzgerätschaften nun durch hauptamtliche Teams. Broemme sagt zurückblickend: “Die Aussetzung der Wehrpflicht hat uns nicht aus der Bahn geworfen.” Inzwischen kämen immer mehr Frauen und Bundesfreiwilligendienstleistende zum THW, betont er nicht ohne Stolz.

Traurig habe ihn in all den Jahren jedoch immer gemacht, wenn er auf Trauerfeiern für im Einsatz tödlich verunglückte Helfer habe sprechen müssen, lässt Broemme auch die negativen Seiten seines Amtes nicht aus.

Mehr Zeit für anderes

Mit Blick auf seine Pensionierung sieht Broemme keine Langeweile auf sich zukommen. Er freut sich vielmehr, dass er an Heiligabend zum ersten Mal seit langer Zeit wieder zuhause sein wird. In der Vergangenheit war am 24. Dezember oftmals zum offiziellen Tag des Helfers in Moskau gewesen. Außerdem freut sich Broemme auf die “nur noch minimale Terminfülle”, seine Modelleisenbahn und andere Dinge außerhalb des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes.

So will er etwa das Cellospielen wieder aufnehemen und die Stadt Berlin, in der er wohnt, mehr genießen. Broemme fasst das in den Worten: “Etwas mehr Zeit für Kultur und sich selbst” zusammen. Aber ganz er offenbar nicht vom Themenfeld lassen. In der THW-Stiftung sowie im “Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit” will er sich weiter engagieren.

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