Eine digitale Stadt ist möglich, wenn man sie richtig absichert

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Smart City-Lösungen sollten durchdacht sein. Vor allem auf die korrekte Vernetzung der kommunalen IT-Systeme und deren Sicherheit kommt es an, damit der Funken der Digitalisierung überspringt. (Foto: Geralt, pixabay.com)

Die Grundlage für eine funktionierende Smart City ist die Vernetzung ihrer einzelnen Komponenten. Technologien wie SD-WAN machen eine redundante Auslegung von Netzwerkinfrastrukturen möglich, die diese Risiken beherrschbar machen. SD-WAN steht dabei für Software Defined Wide Area Network. Das bedeutet, dass Datenströme nicht mehr an physische Kanäle gekoppelt sind und sich flexibel umleiten lassen. Im zentralen Rechenzentrum der Stadt lassen sich Richtlinien für diverse Vorfälle definieren. Priorisierung bestimmter Anwendungen erlaubt es, kritischem Datenverkehr Vorrang einzuräumen.

Eine dynamische Lastverteilung in SD-WAN-Netzwerken sorgt auch im Regelbetrieb für eine optimale Performance. Vermeidbare Ausgaben für ungenutzte Leitungen entfallen. Zahlreiche Monitoring-Funktionen sorgen dafür, dass die städtische IT-Abteilung stets den vollen Überblick über ihr Netzwerk behält. So können die Experten bereits bei den ersten Anzeichen von Störungen Maßnahmen ergreifen und Ausfälle verhindern. Sollte es zu einem Angriff auf Teile der Infrastruktur kommen, lassen sich die betroffenen Bereiche vom restlichen Netzwerk abkoppeln.

Ist erst einmal die Basis auf Netzwerkebene geschaffen, ergeben sich viele Potentiale für eine effiziente Kooperation zwischen verschiedenen Stellen der digitalen Stadt. Für Bürger wäre es sehr praktisch, wenn Behörden digitale Akten untereinander übermitteln könnten. Dies würde viele Behördengänge sparen, was dann wiederum auch den Ämtern nutzt. Heute stellt sich die Situation jedoch eher so dar, dass einzelne Behörden mit eigenen Insellösungen arbeiten. Die IT entspricht dort in vielen Fällen nicht mehr dem Stand der Technik. Solche Legacy-IT birgt auch den Nachteil, dass sie heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr gewachsen ist.

Ein modernes Konzept für kommunale IT könnte dagegen so aussehen: Alle Daten liegen auf einer Private Cloud, die in einem zentralen Rechenzentrum gehostet wird. Damit ergeben sich auch keine Komplikationen hinsichtlich DSGVO. Auf diesen zentralen Speicher können Mitarbeiter von ihren Endgeräten zugreifen, auch mobil. Die Sicherheit der Daten gewährleisten moderne Authentifizierungslösungen, die sich nicht nur auf Benutzernamen und Passwörter verlassen. Stattdessen kommt Multifaktorauthentifizierung zum Einsatz. Dabei wird der Faktor Wissen (z. B. Passwort) mit einem weiteren kombiniert, das kann etwa ein Hardware-Token sein oder auch ein biometrisches Merkmal wie der Fingerabdruck. Eine leistungsfähige Endgeräte-Managementsoftware sorgt dafür, dass verlorene oder gestohlene Geräte nicht zum Risiko werden, diese lassen sich einfach zentral sperren.

Verfasser des Gastbeitrages ist Oliver Ebel, Area Vice President DACH bei CITRIX.

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