Kinderarbeit für unsere Akkuleistung

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Pochen auf Ihre Rechte: Kinder der Demokratischen Republik Kongo (Symbolbild) werden schon im zarten Alter von sechs Jahren zum Kobalt-Abbau gezwungen. Bedeutende Tech-Konzerne wie Apple, Microsoft, Alphabet, Tesla und Dell werden beschuldigt, aus jenen Minen Rohstoffe bezogen zu haben. ( Foto: kassoum_kone, pixabay.com)

Im Erdboden der Demokratischen Republik Kongo lagern Schätze. Ohne sie wären Smartphones nicht produzierbar. Aus dem relativ kostengünstigen Metall Kobalt stellen Tech-Konzerne unter anderem Akkus, die in Handys verbaut werden, oder Computerelemente her. Unter menschenunwürdigen Bedingungen schürfen oft schon sechsjährige Kinder diese Ressource mit bloßen Händen aus den Kobaltminen des Landes. Todesfälle und schwerwiegende Krankheiten, u. a. bedingt durch Tunneleinstürze, sind die Folge. Nun läuft eine Klage gegen Global Player der Tech-Industrie wie Apple, Microsoft, Alphabet, Tesla und Dell, die Rohstoffe aus den kongolesischen Minen bezogen haben sollen – doch diese üben sich in Beschwichtigung.

Die Menschenrechtsorganisation International Rights Advocats hat in der US-amerikanischen Kapitale Washington Klage eingereicht. Es ist eine Novum im Justizwesen, dass die großen Tech-Unternehmen sich gemeinsam vor einem Gericht verantworten müssen, an einem “Kinderarbeitssystem” beteiligt zu sein, wie es die Ankläger ausdrücken: “Statt diesen Kindern mit einer vernachlässigbaren Portion ihres großen Reichtums und ihrer Macht zu helfen, tun diese Unternehmen nichts, als vom billigen Kobalt zu profitieren, das von Kindern aus der Erde geholt wird, die ihrer Kindheit, ihrer Gesundheit und viel zu oft auch ihres Lebens beraubt werden.”

Nach einer Studie des Research-Hauses Darton Commodities waren 2012 allein rund 40.000 Kinder in der Demokratischen Republik Kongo zur Minenarbeit gezwungen, oftmals für einen Stundenlohn von 1,50 Dollar an sechs Tagen der Wochen.

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